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Lembecker entsetzt über Wohnheim

Lembeck «Hier stehen andere Fragen im Raum als Schaukelpferde und Boomerangs. Sie brauchen uns nicht einzulullen!» Das war die einstimmige Reaktion der Lembecker, als man ihnen am Dienstagabend im Pfarrheim St. Laurentius die schönen Bilder von dem «landschaftlichen und friedlichen» Wohnheim für Suchtkranke in Frönsberg zeigte.

Jeglicher Versuch der Vertreter des Landschaftsverbandes Westfalen Lippe (LWL), die Bewohner von dem Bau eines Wohnheims für «chronisch Suchtkranke» auf dem Gelände des ehemaligen evangelischen Gemeindehauses in Lembeck zu überzeugen, scheiterte. «Glauben Sie mir, es geht keinerlei Gefahr von dem Klientel aus.» Doch die Angst der Bewohner, dass sich das Klientel nicht nur auf Alkoholabhängige beschränken könnte, blieb: «Wer sagt uns denn, dass dort nicht auch Drogenabhängige vorzufinden sind?» Angst, Unverständnis, Entsetzen von Seiten der Lembecker - vor allem über den Plan, das Wohnheim in direkter Nachbarschaft des St. Laurentius-Kindergartens zu platzieren. «Wir sind hier ein kinderreicher Ort. Können Sie Ihr Vorhaben eigentlich mit Ihrem Gewissen vereinbaren?», fragte eine aufgebrachte Mutter. «Die Wohnheime für Suchtkranke in Schwerte und Lengerich sind auch direkt neben Kindergärten. Es funktioniert gut», hielt eine Vertreterin des LWL dagegen. Eine weitere Frage, welche die Anwohner beschäftigte, war die des Standortes. Warum ausgerechnet Lembeck?

Die Anwohner mussten sich mit der Antwort zufrieden geben, dass das Grundstück «bestimmte Vorgaben erfüllen» müsse. Nach einer langen Suche von sieben Jahren sei in Lembeck nun aus Sicht des LWL der ideale Standort gefunden worden. Die Lembecker indes fühlen sich überrumpelt und geben nicht kampflos auf: « Es werden erhebliche Schwierigkeiten auf Sie zukommen!» kim

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