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Durch den Dämmerwald

Landwirte wollen alternative Gasleitungs-Trasse

Schermbeck Soll die geplante Gas-Leitung „Zeelink 2“ in Schermbeck über landwirtschaftliche Flächen oder durch den Dämmerwald gehen? Mit dieser Frage beschäftigt sich am Donnerstag (16. Juni) der Planungs- und Umweltausschuss.

Landwirte wollen alternative Gasleitungs-Trasse

Als die geplante Erdgasleitung "Zeelink" von Mitarbeitern Firma "Open Grid Europe GmbH" vorgestellt wurde, reagierten die Landwirte mit Kritik an der Trassenführung.

Kritisch sehen hiesige Landwirte die geplante Trassenführung von „Zeelink 2“ (von Legden nach St. Hubert). Bei der Infoveranstaltung Anfang April (wir berichteten) schlugen sie der Betreiberin, die Open Grid Europe GmbH, vor, die Leitung entlang einer bestehenden Trasse durch den Dämmerwald zu legen. Zwei Ölleitungen, eine Gasleitung, ein Lichtwellenleiterschutzbündel und Leerrohre verlaufen dort laut Gerd Abelt, Leiter der Bauverwaltung, bereits jetzt von Nord nach Süd durch den Dämmerwald.

Die Mitarbeiter der Open Grid Europe nahmen bei der Veranstaltung die Anregung auf, teilten den Landwirten aber zwei Wochen später schriftlich mit, dass die Alternativ-Trasse nicht weiter im Raumordnungsverfahren untersucht werden soll. Kaum genehmigungsfähig sei die Trasse durch den Dämmerwald – höchstens, wenn keine zumutbare Alternative vorhanden sei.

Altlasten befürchtet

Im Dämmerwald befürchtet der Betreiber zudem längere Bauphasen und außerdem, auf verborgene Altlasten zu stoßen, die aufgrund einer Havarie der Ölleitung in den 1960er-Jahren bei Baumaßnahmen zu Tage treten könnten. Erhebliche Bedenken gegen die vom Betreiber favorisierte Trasse westlich des Dämmerwalds hat aber auch die Landwirtschaftskammer NRW. Vorwiegend landwirtschaftliche Flächen seien von dieser Trassenführung betroffen, wobei dort überwiegend sandige Oberböden auf dichten Tonböden üblich seien. Bei einer Verlegung der Leitung müssten diese Böden laut Herwig Scholz nicht wie sonst üblich in zwei Ebenen (Mutter- und Unterboden), sondern in drei Schichten (Mutter-, sandiger Ober- und toniger Unterboden) entnommen und wieder eingebaut werden, was erheblich teurer sei. Erfahrungen mit vorhandenen Leitungstrassen hätten zudem gezeigt, dass der Bodenschutz oft nicht gewährleistet wurde.

500 statt 900 Hektar

Für die Schermbecker Verwaltung zählt auch das Argument der Landwirte, dass durch die Alternativtrasse nur 500 Hektar statt ansonsten 900 Hektar Flächen betroffen seien. Abelt schlägt deshalb der Politik vor, darauf hinzuwirken, dass die Leitungstrasse durch den Dämmerwald im Raumordnungsverfahren mit untersucht werden soll.

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