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Projektpartner trennen sich

Landesbank übernimmt die Mercaden

Dorsten Die Projektpartner der Mercaden trennen sich zum Jahresende. Jetzt hat die Landesbank Hessen-Thüringen alleine das Sagen. Doch Bürgermeister Tobias Stockhoff und die Kaufmannschaft hoffen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Landesbank übernimmt die Mercaden

Im Erdgeschoss stehen viele Läden leer. Ab 2018 soll es einen „kundenorientierten Mietermix“ geben. (Foto: Stefan Diebäcker) Foto: Foto: Stefan Diebäcker

Die offizielle Verlautbarung ist nur wenige Zeilen lang und wurde am Freitagnachmittag, Stunden nach einer Anfrage der Dorstener Zeitung, verschickt. Die OFB Projektentwicklung und die hkm Management AG beenden demnach zum Jahresende die Zusammenarbeit.

„Die OFB übernimmt einen Großteil der Gesellschafteranteile von hkm“, teilte Unternehmenssprecherin Yvonne Keller mit. Die Zusammenarbeit werde „einvernehmlich“ beendet. „hkm möchte sich ab Januar 2018 auf andere Projekte konzentrieren.“ Nach Informationen der Dorstener Zeitung gab es in den letzten Monaten vermehrt Unstimmigkeiten zwischen den Projektpartnern, wie die Mercaden auf Kurs gebracht werden könnten. hkm-Geschäftsführer Herbert Krämer hatte von „vier bis fünf Jahren gesprochen“, bis ein Einkaufszentrum etabliert sei.

Anfang März 2016 eröffnet

So lange wollte die OFB offenbar nicht warten. Der OFB-Konzern gehört zur Landesbank Hessen-Thüringen und damit zum Verbund der Sparkassen-Finanzgruppe. Sie hat den Bau der Mercaden, die Anfang März 2016 eröffnet wurden, finanziert. „Im Januar wird ein neues Centermanagement präsentiert“, versicherte OFB-Sprecherin Yvonne Keller am Freitag. Nach einer schnellen Übernahme des operativen Geschäfts seien „strategische Optimierungsmaßnahmen“ zu erwarten. „Dies betrifft insbesondere einen kundenorientierten Mietermix, um den Bedürfnissen der Centerbesucher noch stärker zu entsprechen.“ Der bisherige hkm-Centermanager Sven Schneider, erst seit Mai im Amt, war am Freitag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Derzeit gibt es in dem Einkaufszentrum fast ein Dutzend Leerstände.

Viele Leerstände im Erdgeschoss

Vor allem im Erdgeschoss sind in diesem Jahr mehrere Ladenlokale dichtgemacht worden, andere wurde nie eröffnet. Bürgermeister Tobias Stockhoff bedankte sich am Freitag bei der hkm Management AG für die gute Zusammenarbeit. „Wenn nun die Verwaltung und das Marketing der Mercaden wechselt, freuen wir uns auf ein erstes zeitnahes Zusammentreffen mit unseren neuen Ansprechpartnern.“

Als Ergänzung wichtig

Die Mercaden seien für Dorsten nicht nur als Standort für Handel und Dienstleistungen, sondern auch als Ergänzung der Innenstadt wichtig. „Wir würden uns freuen, wenn auch die Wege zum neuen Centermanagement ähnlich kurz sind“, so Stockhoff. Auch der Vorsitzende der Dorstener Interessengemeinschaft Altstadt (DIA), Thomas Hein, betonte die gute Zusammenarbeit mit dem bisherigen Centermanagement, sagte aber auch: „So konnte es ja nicht weitergehen.“ Aus seiner Sicht wurden die Mercaden zwei Jahre zu spät eröffnet. „Jetzt ist die Situation im Einzelhandel schwierig, da ist es nicht leicht, Mieter zu finden.“

Dazu ein Kommentar von Stefan Diebäcker:

Es war am Ende nur noch eine Frage der Zeit, bis die Bank die Notbremse ziehen würde. Fast ein Dutzend Leerstände, keine klare Marketingstrategie – die Entwicklung der Mercaden in den vergangenen Monaten war besorgniserregend. Natürlich, die Situation im Einzelhandel ist schwierig. Und ja, die Begleitumstände mit der Dauerbaustelle am Kanal und der gesperrten Hochstadenbrücke haben die Betreiber nicht zu verantworten. Und doch fehlte es an zündenden Ideen, das Image der Mercaden aufzupolieren. Nun sind die Geldgeber am Ruder. Ob‘s besser wird? Hoffentlich.

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