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Unternehmen an Lortzingstraße

Isoliertechnik Huber hat für alles eine Lösung

DORSTEN Wenn´s kalt oder warm bleiben soll, eine Anlage zu laut ist oder nicht brennen darf, kommt die Firma Alfred Huber Isoliertechnik ins Spiel. Die sich an der Lortzingstraße dort angesiedelt hat, wo früher Schützenfeste gefeiert wurden.

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Gesellschafterin und Geschäftsführerin Nicole Huber hat das Unternehmen Alfred Huber Isoliertechnik 2010 von ihren Eltern Alfred und Ingeborg übernommen.

Isoliertechnik an der Gesamtschule Schermbeck.

Mit 21 machte der Marler Alfred Huber seinen Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer-Meister und sich 1977 in Dorsten selbständig. „Um seinem Onkel in Marl nicht in die Quere zu kommen“, begründet seine Frau Ingeborg Huber den Ortswechsel. Die Hubers gehörten zu den ersten Firmen, die im neuen Gewerbegebiet ihre Zelte aufschlugen. Der Hauptkomplex wurde 1990 erweitert. Eine Halle steht nun auf einer ehemaligen Wiese, die als Schützenfestplatz genutzt wurde.

2001 stieß Tochter Nicole ins Unternehmen, erwarb in den folgenden Jahren im Abendstudium den Titel der Diplom-Kauffrau (2005) und übernahm 2010 den Betrieb. Die Eltern unterstützen sie nach wie vor. „Ich vor allem moralisch“, so Ingeborg Huber lächelnd.

Rund 80 Prozent der Aufträge drehen sich um das Thema Wärme und Kälte, 20 Prozent um den Brandschutz. „Beim Thema Brandschutz steht man immer mit einem Bein im Knast“, sagt Nicole Huber. Die sich häufig ändernden Vorschriften erfordern jährliche Schulungen der Mitarbeiter. Wenn die 31-Jährige etwa von „silikatgebundenen Platten F 90“ spricht, wie die Firma sie in der Eissporthalle Essen-West eingebaut hat, bedeutet dies, dass die Platten 90 Minuten einem Feuer widerstehen müssen. 90 Minuten, in denen die Halle evakuiert werden kann. „Wärmedämmung von technischen Anlagen“ ist allerdings das Hauptgeschäft der Firma Huber. Heizungs- und Lüftungsanlagen etwa im Duisburger Zoo, an der neuen Feuerwache Dorsten oder der Turnhalle der Gesamtschule Schermbeck werden passgenau isoliert. Zum Einsatz kommt dabei oft Mineralwolle, die mit PVC, einem Alublech- oder einem Stahlblech-Mantel verkleidet wird. Besonders letztere Variante ist die Spezialität des Betriebs: „Da dürfen wir uns aus dem Fenster lehnen“, so Nicole Huber. Bei der Dämmung von Kälte kommen etwa Kautschuk-Materialien zum Einsatz, die verhindern, dass Rohre anfangen zu „schwitzen“. Auch exotischere Lösungen wie „Foamglas“, ein Schaumglas, kann die Firma Huber anbieten. Wichtig ist, dass die zu dämmenden Rohrsysteme und Anlagen präzise ausgemessen werden. In der eigenen Werkstatt werden dann Bleche gebogen, manuell oder mit Hilfe des Computers. Anschließend setzen die Monteure Dämmung und Rohre beim Kunden ein.

Da Dreiviertel der Aufträge aus der öffentlichen Hand stammen, hatten die 14 Mitarbeiter (zehn Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer, eine technische Angestellte, zwei Büroangestellte und Nicole Huber) in den vergangenen Jahren zu Zeiten des Konjunkturpakets II extrem gut zu tun. Jetzt merke man schon, so Nicole Huber, dass die Aufträge am Markt mehr umkämpft seien. Froh ist man deshalb darüber, dass es zahlreiche Firmen gibt, die regelmäßig auf die Dienste der Firma aus dem Stadtsfeld bauen. Oft wundert sich Nicole Huber darüber, dass Ingenieure oft nur den kleinsten Raum eines Objekts für die Technik bereitstellten. „Gerade da, wo für den Auftraggeber das größte Langzeitsparpotenzial liegt.“ Im Extremfall werde dadurch sogar verhindert, dass die neuesten Richtlinien zur Dämmung eingehalten werden können.

Einem opulenten Technikraum stehen allerdings auch die Kosten gegenüber, die einige vielleicht lieber in attraktivere Gebäudeteile investieren. Dass ihr Wirken eher im Verborgenen bleibt, ist allen bei Huber Isoliertechnik bewusst. So waren Mitarbeiter auch vor der Frauen-WM im Bochumer Stadion damit beschäftigt, die Fußball-Arena den Vorgaben der UEFA anzupassen. Nicole Huber: „Freikarten gab es dafür nicht.“

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Gesellschafterin und Geschäftsführerin Nicole Huber hat das Unternehmen Alfred Huber Isoliertechnik 2010 von ihren Eltern Alfred und Ingeborg übernommen.

Isoliertechnik an der Gesamtschule Schermbeck.

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