Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Heimatverein ärgert sich über Pferdeäpfel auf Gehwegen

Hervester Bruch

Pferdeäpfel vor den Ruhebänken im Hervester Bruch sind ein Ärgernis für die Spaziergänger. Und eine Ordnungswidrigkeit, die gedankenlose Reiter ein fettes Bußgeld kosten kann.

Hervest

von Anke Klapsing-Reich

, 27.06.2018
Heimatverein ärgert sich über Pferdeäpfel auf Gehwegen

Wer will sich dort noch hinsetzen? Pferdäpfel vor der Ruhebank. © Günter Scheuch

Hans Fromm geht regelmäßig die Hutschnur hoch, wenn er die Schweinerei auf den Spazierwegen im und rund um das Naturschutzgebiet Hervester Bruch erblickt: „Da stellen wir vom Heimatverein Dorf-Hervest wunderbare Ruhebänke in der schönen Natur auf, und dann türmen sich davor die Hinterlassenschaften der Pferde“, ärgert sich der Vereinsvorsitzende über das verantwortungslose Verhalten manchen Reiters.

Heimatverein ist es leid, den Mist wegzuräumen

Während die Zweibeiner das Päuschen auf der Bank genießen, lassen die Vierbeiner direkt davor ihre Äpfel fallen. Soweit ist ja noch nichts dagegen einzuwenden. Ärgerlich wird´s aber, wenn die Reiter die Rossknödel nicht einsammeln, sondern fahrlässig liegenlassen.

„Ich habe schon einige auf dieses Fehlverhalten angesprochen, aber gebessert hat sich nichts“, hat Günter Scheuch das Ärgernis jetzt mit seinem Handy ins rechte Bild gesetzt (s. Foto). „Ich bin es leid, dass immer unsere aktiven Mitglieder des Heimatvereins zur Schüppe greifen, um den Mist anderer Leute wegzuschaufeln“, konstatiert Hans Fromm mit Nachdruck.

Tierkot auf Gehwegen kann 300 Euro kosten

Wer meint, das Ganze sei nur eine „Petitesse“, hat aufs falsche Pferd gesetzt, wie die städtische Pressesprecherin Lisa Bauckhorn auf unsere Anfrage bestätigt: „In diesen Fällen handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die nach unserem aktuell geltenden Bußgeldkatalog geahndet wird“, zitiert sie aus dem Absatz über das „Verunreinigungsverbot“: Tierkot auf Gehwegen = 45 bis 300 Euro; auf Flächen von Grünanlagen = 35 bis 250 Euro. Für das Wegwerfen und Zurücklassen von Unrat und Abfall beziehungsweise für nicht umgehende Beseitigung von Verunreinigungen öffentlicher Verkehrsflächen oder Anlagen kann der Verursacher - je nachdem, um welche Stoffe es sich handelt - bis zur „Höchststrafe“ von 1000 Euro verdonnert werden.

Vielleicht bewegt diese Aussicht den ein oder anderen ja zur Einsicht. Einen großen Beutel sollten die Reiter bei ihren Ausflügen auf jeden Fall einpacken: Im besten Falle, um die Pferdeäpfel ihrer Tiere einzusammeln. Ansonsten sollten genügend (Bußgeld-)Scheine im Sack stecken.