Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige

Prozess gegen Dorstener gestartet

Hat 46-Jähriger die Stieftochter missbraucht?

Dorsten/Essen Ein Koch aus Hervest steht bereits zum zweiten Mal unter Missbrauchsverdacht. Zum Prozessauftakt vor dem Essener Landgericht hat der 46-jährige Angeklagte auch diesmal seine Unschuld beteuert.

Der Angeklagte war einst Hotel-Angestellter in Spanien. Und wie es der Zufall so wollte: Genau dort hat er seine spätere Ehefrau kennengelernt, die dort mit ihrem damaligen Mann und ihrer Tochter 2002 die Ferien verbrachte.

Ein Urlaubsflirt

Aus dem Urlaubsflirt wurde eine Beziehung, aus der Beziehung eine Ehe. Der heute 46-Jährige kam ins Ruhrgebiet, vor rund acht Jahren zog die Familie nach Dorsten. Das Verhältnis zu seiner neuen Stieftochter war anfangs offenbar ganz gut. Das hat er vor Gericht zumindest erzählt. „Ich habe viel gemacht, was ihr echter Papa nicht gemacht hat“, sagte er den Richtern. „Ich habe mit ihr gespielt, war immer für sie da.“ Dass möglicherweise noch mehr passiert sein könnte, war Ende 2010 bekannt geworden. Damals hatte seine Stieftochter erstmals davon gesprochen, dass sie intim angefasst worden sei.

Zweite Anzeige

Eine Freundin hatte schließlich die Polizei eingeschaltet, das Ermittlungsverfahren wurde jedoch eingestellt. Nun also die zweite Anzeige. Diesmal berichtet die inzwischen 19-Jährige von acht sexuellen Übergriffen. Anfangs sei sie noch ein Kind gewesen, später schon jugendlich. „Einmal kam er in mein Bett und hat sich an mir gerieben“, sagte sie. Selbst bei einem Zelt-Urlaub in Holland habe er versucht, in ihren Schlafsack zu kriechen, obwohl ihre Mutter im selben Zelt geschlafen habe. „Da habe ich ihn aber weggetreten“, sagte sie im Prozess.

„Nie richtig akzeptiert worden“

Von ihrem „Stiefvater“ spricht die 19-Jährige vor Gericht übrigens nicht mehr, nur noch von „dem Angeklagten“. Der 46-Jährige lebt trotz der Vorwürfe noch immer mit seiner Frau zusammen. „Ich denke, sie glaubt ihrer Tochter nicht“, sagte er den Richtern. „Sonst würde sie ja wohl nicht bei mir bleiben.“ Warum er von seiner Stieftochter zu Unrecht belastet werden sollte, kann er sich nicht erklären. Fakt sei auf jeden Fall, dass er von der Familie seiner Frau nie richtig akzeptiert worden sei.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Eröffnungsparty und Rudelgucken am Stadtstrand

Toller Start mit Wermutstropfen

Dorsten Gelungener Auftakt am Stadtstrand: Proppenvoll war der Platz der Deutschen Einheit bei der Opening Party und auch beim ersten Deutschlandspiel. Jogis Jungs sorgten am Sonntag allerdings für lange Gesichter.mehr...

Wenig Besucher beim Bergfest in Hervest

Bergfest ohne Gipfelglück

Hervest Die Organisatoren hatten sich wieder alle Mühe gegeben, ein abwechslungsreiches Programm zusammenzustellen. Doch die Besucher, und damit auch die Feierstimmung, blieben aus.mehr...

Bahnstrecke für Rettungseinsatz gesperrt

Anwohner retten junge Frau von den Bahngleisen

Dorsten Am Samstagnachmittag wurde eine junge Frau in Dorsten von Anwohnern vermutlich gerettet. Die Nachbarn hörten Schreie und eilten zur Hilfe.mehr...