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32-Jähriger Hervester verurteilt

Haftstrafe für Internet-Betrug mit Fußballtickets

DORSTEN Aus Schaden wird man bekanntlich klug – doch dieses Sprichwort trifft auf einen 32-Jährigen Fuger aus Hervest nicht zu. Nachdem er vor zwei Jahren wegen Internet-Betrügereien mit Tickets für Fußballspiele von Schalke 04 zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden war, machte er anschließend mit derselben Masche weiter. Dafür verdonnerte das Dorstener Schöffengericht den Mann am Montag zu zwei Jahren und vier Monaten Haft.

Wiederum bot der Angeklagte über das Internet-Auktionshaus "Ebay"-Tickets für die Veltins-Arena an. Sechs Karten zu je 90 Euro waren es beispielsweise im September 2013 für die Partie gegen den späteren Meister Bayern München. Doch diejenigen, die die Tickets bei ihm bestellten, gingen leer aus: Die Betrugsopfer überwiesen zwar das Geld, die Eintrittskarten aber kamen nie bei ihnen an.

Aber auch die Spiele Schalke gegen Hoffenheim, Bayer Leverkusen gegen Bayern, Mönchengladbach gegen Bayern, Dortmund gegen Bayern und Schalke gegen Galatasaray Istanbul hatte der Hervester in seinem vermeintlichen Karten-Kontingent – letztere bot er sogar für 275 Euro das Stück an. Allerdings, so erklärte der Angeklagte, habe er die Deals lediglich für in der Szene bekannte "Hintermänner" über sein Konto und das seiner Mutter abgewickelt. "Die Typen kenne ich aber nur mit Vornamen", sagte er aus. Als Gegenleistung habe er von den Schwarzmarkthändlern, denen er das von den Opfern erhaltene Geld schließlich weitergeleitet habe, Schalke-Karten für sich und seine Kumpels bekommen.

"Mir ist das alles über den Kopf gewachsen", erklärte er im Gerichtssaal, warum er nach der letzten Strafe nicht aufgehört habe. Inzwischen habe er aber jeglichen Kontakt mit den Schwarzhändlern gekappt. "Am Samstag habe ich einen von meinen Hintermännern auf Schalke gesehen und ihn gleich bei der Polizei verpfiffen", so der Hervester: "Ich hoffe, dass ich beim nächsten Heimspiel wieder einen über die Klinge springen lassen kann." Das Schöffengericht hielt dem schwer übergewichtigen Mann, der wegen einer Herzerkrankung nicht mehr arbeitsfähig ist, zugute, dass er zur Aufklärung des "Karten-Filzes" mittragen möchte. Auch sein volles Geständnis kam ihm zu Gute. Doch angesichts der Vorstrafen kam eine erneute Bewährung laut Richterin Lisa Hinkers nicht mehr in Frage. 

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