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Gemeinschaft von je zehn Bewohnern

Kirchhellen Die Bauarbeiten am neuen Seniorenwohnheim St. Johannes auf der Gartenstraße gehen mit großen Schritten voran.

Am 1. Februar soll eröffnet werden, doch bis dahin ist neben der Fertigstellung des Hauses weitere Arbeit zu erledigen, wie der neue Leiter, Dirk Kuczera, am Donnerstagabend beim Informationsabend im Pfarrheim erklärte.

Die Einrichtung wird mit neuem Konzept arbeiten. Anstelle der Einsiedlerzimmer sollen Hausgemeinschaften entstehen, bei denen zehn Menschen in Einzelzimmern wohnen, aber einen gemeinsamen Aufenthaltsraum haben. Dort soll beispielsweise gemeinsam gekocht werden.

"Alltag ist die Therapie, lautet unser Motto", erklärte Heimleiter Kuczera. Die eigentliche Pflege, wie sie in den meisten Heimen im Vordergrund steht, wird dort den Bedürfnissen der Bewohner angepasst. Es gibt zwei Arten von festangestelltem Personal zum einen die normalen Pflegekräfte und zum anderen die Alltagsbegleiter. Letztere haben eine zusätzliche Ausbildung zu dem eigentlichen Beruf des Altenpflegers, des Kochs oder der Krankenschwester. Ihre hauptsächliche Aufgabe liegt darin, mit den Bewohnern alltägliche Dinge wie Kochen, Waschen und Einkaufen zu erledigen. "Wir haben außerdem vor, ein kleines Tante Emma Lädchen einzurichten, wo die Bewohner ihre Einkäufe kurzfristig erledigen können", so Kuczera. Hauptsache sei, dass den alten Menschen nicht die komplette Verantwortung genommen werde und sie sich mit dem Alltag fit halten. "Außerdem teilen wir die Menschen nicht in verschiedene Pflegestufen auf", so Kuczera. So ist gewährleistet, dass die Bewohner in ihrer Hausgemeinschaft bleiben, egal wie sehr sie auf die Hilfe des Personals angewiesen sind.

Ehrenamt gefragt

Für so ein gut gemeintes Angebot bedarf es jedoch nicht nur der Hilfe der fest Angestellten, sondern auch vieler Ehrenamtlicher. Genau darum ging es Kuczera am Donnerstag: "Die Ehrenamtlichen könnten beispielsweise in der Caféteria arbeiten, im Tante Emma Lädchen, bei Ausflügen dabei sein und in den Hausgemeinschaften beim Kochen helfen."

Kuczera wurde überrascht. Das Konzept schien viele Interessenten überzeugt zu haben, denn es trugen sich direkt 20 Leute in eine Liste ein, um später in einem intensiveren Gespräch mehr über die ehrenamtliche Arbeit zu erfahren und sie auszuführen. "Ich bin absolut begeistert. Normaler Weise muss man um das Ehrenamt immer so fürchterlich kämpfen", freute sich Kuczera. dzi

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