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DFB-Mobil

Fußball-Training mit ungewöhnlichen Methoden

Schermbeck „Spielen wir heute noch Fußball?“ Schon nach zehn Minuten wird der erste Junge etwas nervös. So hatte er sich den Besuch des DFB-Mobils bei der OGS der Gemeinschaftsgrundschule wohl nicht vorgestellt.

Fußball-Training mit ungewöhnlichen Methoden

Auf Kommando mussten die Gemeinschaftsgrundschüler den Ball mit dem Bauch stoppen. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Sascha Erbe grinst. Der Trainer der ehemaligen Oberligamannschaft des SC Hassel, der mit Maik Weßels als Referent des Deutschen Fußball-Bundes nach Schermbeck gekommen ist, sagt: „Ja, aber später.“ Denn jetzt geht es ihm darum, dass sich die 20 Kinder aus den zweiten bis vierten Klassen in der Sporthalle richtig aufwärmen.

An vier Stationen in den Ecken der Halle müssen sich die Kinder aufstellen. „Inseln“, nennt Erbe die Stationen. Jeweils fünf Kinder bilden eine Bootsmannschaft, bei der ein Kapitän das Sagen hat. Er soll die Mannschaften über das Meer, also durch die Halle, führen, ohne mit anderen Booten zusammenzustoßen. Erst laufen die Kinder ganz normal, dann seitwärts, rückwärts oder bewegen sich wie Tiere (Elefanten, Enten, Schlangen) durch die Halle.

Aufmerksam schaut Christel Hemmert-Pottmann, Leiterin der Sport-AG zu. „Das ist auch eine Fortbildung für die Lehrer“, sagt Maik Weßels über den Besuch des DFB-Mobils, das jede Grundschule einmal im Jahr anfordern kann. Nicht planloses Bolzen steht auf dem Programm, „sondern ganz viele Übungen im koordinativen Bereich“, wie Weßels sagt. Gerade einigen Mädchen müsse man manchmal auch die Angst vor dem Ball nehmen, sagt der Sportlehrer einer Hauptschule in Dortmund, der auch im Scouting-Bereich von Borussia Dortmund tätig ist.

Insgesamt hätten die Mädels aber deutlich beim Thema Fußball aufgeholt, sagt er. So kommt Schülerin Jule etwa im BVB-Trikot in die Halle und wird von den anderen mit „Yeah!“ oder „Buh!“ begrüßt. Nach 20 Minuten holen die beiden DFB-Vertreter zum ersten Mal die Bälle raus. Gekickt wird aber trotzdem noch nicht. Jetzt sollen die Boote wieder durch die Halle steuern, und die Kinder sollen die Bälle dabei hochwerfen. Dann hochwerfen, einmal klatschen und wieder fangen. Dann hochwerfen und so oft klatschen wie möglich.

Dribbeln

Nach einer Stunde dürfen die Schüler zum ersten Mal mit dem Ball am Fuß dribbeln. „Ich weiß nicht, was Dribbeln ist“, gesteht eines der Mädchen. Maik Weßels erklärt, dass man den Ball dabei möglichst eng am Fuß führt. Entweder mit der Innenseite des Fußes, mit der Außenseite oder auch mit dem Spann.

Nach den ersten Dribbling-Versuchen der Schüler stoppt Weßels die Übung. „Wenn Guido Burgstaller den Ball auf den rechten Fuß bekommt, schießt er ein Tor. Aber was macht er, wenn der Ball auf den linken Fuß kriegt? Sagt er dann: ‚Ey, Schiri, links kann ich nicht‘?“ Deshalb sei es immer wichtig, beide Füße zu benutzen.

Immer anspruchsvoller werden die Übungen. Erst sollen die Schüler den Ball mit der Sohle stoppen, dann mit dem Knie. Einen vorlauten Jungen lässt Weßels vormachen, wie man den Ball mit dem Popo stoppt. Auch bei den Jungs in der Halle sind jetzt die ersten roten Wangen zu sehen. Doch Weßels ist noch nicht fertig. Die Kinder sollen den Ball mit der Brust stoppen, dann mit dem Kopf.

Erst ganz am Ende kommt der Teil, mit dem die meisten Jungs wahrscheinlich gerne angefangen hätten: Die DFB-Männer lassen die Mannschaften gegeneinander antreten. „Wir gehen immer davon aus, dass wir in die schlechteste Halle Deutschlands kommen“, sagt Erbe. Tore gibt es in der Sporthalle der Gesamtschule etwa nicht. In jeder Sporthalle Deutschlands gebe es aber Sitzbänke, die bei den Spielen als Tore dienen.

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