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Feuerwerk witziger Pointen

Feuerwerk witziger Pointen

<p>Meinolf Bauschulte (r.) unterstützte den Kabarettisten Hans Georgi (l.) bei seinem satirischen Seminar über den "Spitzenverkäufer Heinrich Top". RN-Foto Scheffler</p>

Schermbeck Einen Schnellkurs in Sachen Verkaufen vermittelte die Kulturstiftung den Besuchern eines literarischen Marketingabends. Eingeladen war der Aachener Kabarettist und Liedermacher Hans Georgi, der in der proppenvollen ehemaligen reformierten Kirche am Freitag von Meinolf Bauschulte unterstützt wurde.

Mit einem "Hossa, hossa" und einem Lied übers richtige Verkaufen stimmte der Spitzenverkäufer Heinrich Top die Gäste auf das breite Feld des Verkaufens ein. Ein bestechendes Formulierungstalent zeichnete den Kabarettisten aus. Zudem verlangte er den Zuhörern volle Konzentration ab, da er seine Texte in einer atemberaubenden Geschwindigkeit vom Manuskript ablas.

Witze einstreuen

Vermarkten will gelernt sein. Dass dazu ein adäquates äußeres Erscheinungsbild gehört, ist für einen Spitzenverkäufer wie Top eine Selbstverständlichkeit. Auch Autos können verkaufsfördernd wirken. "Zeigen Sie mithilfe Ihres Fahrzeugs, dass Sie erfolgreich sind", gab Top zu bedenken. Sollte dennoch ein erfolgreiches Verkaufsgespräch nur schleppend in Gang kommen, soll man ganz einfach ein paar laszive Witze einstreuen. "Allerdings", so Top, "niemals Ostfriesen- oder Blondinenwitze, "weil man nicht weiß, was der Kunde zu Hause so alles herumlaufen hat."

Ohne neue Geschäftsideen läuft gar nichts. "Sie sollten", empfahl Top potenziellen Geschäftsführern, "bei der Vergabe eines Auftrags die Bestechungsgelder so hoch ansetzen, dass man damit locker die Kaution für die Entlassung aus der Untersuchungshaft bezahlen kann."

Als Musterbeispiele für erfolgreiche Verkaufsstrategien stellte Top die Gesundheitsindustrie vor. Beim Blick auf Ulla Schmidts Eskapaden im Gesundheitsbereich ließ sich Top zu der sarkastischen Fragestellung hinreißen: "Warum bleiben wir nicht gleich nach der Geburt für immer im Krankenhaus?" Ganze Feuerwerke witziger Pointen feuerte der Kabarettist auf seine Schermbecker "Seminarteilnehmer" ab. Die Bahngeschädigten lachten herzhaft auf, als sie erfuhren, dass ein Lokführer seinen ICE nur deshalb verlässt und zu Fuß weitergeht, um wenigstens einmal pünktlich mit seiner Frau Kaffee trinken zu können. Der Applaus der Zuhörer zeigte, dass Tops Verkaufs-Talent auch in Schermbeck gut ankam. H.Sch.

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