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Es darf gerechnet werden

Dorsten Die Empfehlungen von Gutachter Michael Karutz lassen den Projektentwickler für das Lippetor-Center, Hans Reidick, äußerlich kalt. «Das ist ein ganz normaler Prozess in einem solchen Vorhaben.»

Reidick und die Essener Investoren Schulte/Fatih planen derzeit ein dreigeschossiges Shopping-Center mit rund 17.000 qm Verkaufsfläche, das Gutachten der Kölner Cima GmbH hält nur 6000 bis 10.000 qm für Innenstadt-verträglich. Für die Planer offenbar kein Problem: «Man muss da schon deutlich differenzieren», sagt Reidick. «Ich sehe durchaus Möglichkeiten, das Problem zu lösen.»

Ergänzen statt verdrängen - diese Devise hatte Reidick bei der Präsentation des 20 Mio.-Projektes im Februar ausgegeben. Gutachter Karutz ist da skeptisch. Defizite gebe es in der City zwar vornehmlich im Bereich Bücher/Medien und Elektro/Technik, aber das Lippetor sei «ein Pfund und für die Stadt sehr wertvoll. Sie sollte sich die Steuerung nicht aus der Hand nehmen lassen.»

Reidick sieht da bislang keinen Widerspruch zu den eigenen Überlegungen. «Wir müssen von dieser pauschalen Aussage zu einer detaillierten kommen, dann wird vieles klarer.» Was bedeutet: 17.000 qm Verkaufsfläche auf dem Papier müssen nicht 17.000 qm in der Realität sein - es darf mit spitzem Stift gerechnet werden.

Ungeachtet der Diskussion bezeichnet Reidick die Gespräche mit möglichen Mietern des Shopping-Centers als fruchtbar. «Nun brauchen wir aber weitere Fakten, um das Center klarer zu defi- nieren.» dieb

www.shoppingcenter-dorsten.de

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