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Urteil wohl im November

Elf Kündigungen im Pflegeheim: Erste Prozesse

Dorsten/Herne Die Kündigungswelle im Rhader „Haus der Geborgenheit“ hat am Freitag das Arbeitsgericht Herne erreicht. Es geht um die Zukunft von elf Mitarbeiterinnen. Besonders gut sieht es für sie nicht aus.

Elf Kündigungen im Pflegeheim: Erste Prozesse

Die betroffenen Frauen hatten sich schon um kurz nach acht Uhr vor dem Herner Arbeitsgericht versammelt. Einige ihrer Unterstützer waren sogar extra aus Wuppertal angereist. Auch Verdi-Vertreter waren vor Ort.

Die betroffenen Frauen hatten sich schon um kurz nach acht Uhr vor dem Herner Arbeitsgericht versammelt. Einige ihrer Unterstützer waren sogar extra aus Wuppertal angereist. Auch Verdi-Vertreter waren vor Ort. Immer wieder machte das Wort "Skandal" die Runde.

Auslöser der Kündigungen war eine „Überlastungsanzeige“. Darin hatten sich die elf Frauen aus dem Rhader Pflege- und Seniorenheim offenbar ihren ganzen Frust von der Seele geschrieben – über angeblich fehlende Arbeitsmittel, Zeitdruck und mehr. Den Brief hatten sie jedoch nicht nur der Geschäftsleitung vorgelegt, sondern gleich auch noch an Heimaufsicht und Pflegekassen geschickt. Und genau das könnte das Problem werden.

Geschäftsführung soll sich äußern

Mängel im Pflegeheim in Rhade festgestellt

Dorsten Das „Haus der Geborgenheit“ in Rhade muss nicht geschlossen werden. Auch einen Aufnahmestopp für das Pflege- und Seniorenheim gibt es nicht. Aber: Die Heimaufsicht des Kreises Recklinghausen hat „Mängel bei der medizinischen und pflegerischen Betreuung“ ausgemacht.mehr...

Richterin Marlies Rohkämper-Malinowski sprach im Prozess von einer „Loyalitätspflicht“ gegenüber dem Arbeitgeber. Mögliche Missstände müssten erst intern besprochen werden. Nur wenn man danach absolut nicht weiterkomme, dürfe man an die Öffentlichkeit gehen. Das habe der Europäische Gerichtshof festgelegt.

Noch ist jedoch nichts entschieden. Die betroffenen Frauen müssen nun ganz genau auflisten, wann sie mit der Geschäftsleitung über konkrete Vorwürfe gesprochen haben wollen. Frühestens am 19. November will das Gericht dann entscheiden, ob die Kündigungen rechtens waren.

Rhade Elf Mitarbeiterinnen des Pflege- und Seniorenheims der Mantra Sozial GmbH an der Lembecker Straße 128 erhielten am Mittwoch (30.7.) ihre Kündigung zum 31. August 2014. Sie alle hatten einige Tage zuvor eine Überlastungsanzeige geschrieben, in der sie ihren Arbeitgeber auf die problematischen Arbeitsbedingungen im "Haus der Geborgenheit" hinweisen, die sie nicht mehr guten Gewissens verantworten möchten.mehr...

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