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Ein bunter Abend im «Bunker»

Dorsten Der ganze Bombenrummel hat gestern auch die Bewohner des Seniorenheims am Südwall nicht verschont. Allerdings hatten die 78 Bewohner und zahlreiche Betreuer einen ganz kurzen «Fluchtweg»: Sie versammelten sich kurzerhand im dritten Untergeschoss der hauseigenen Tiefgarage und veranstalten einfach einen bunten Abend.

Um die Bewohner im Altenheim nicht unnötigem Stress auszusetzen, hat Heimleiterin Gabriele Janzen die alten Leute erst relativ spät über die Fliegerbombe informiert, die direkt gegenüber gute 60 Jahre im Erdreich geschlummert hatte. «Ganz viele Emotionen spielen da eine Rolle», so Janzen. Schließlich hätten die meisten der Bewohner den Terror des Zweiten Weltkriegs am eigenen Leib erfahren. Insbesondere demenzkranke Personen bekämen schon bei Gewittern Angstzustände. «Wir versuchen, unsere Bewohner zu schützen», sagt die Heimleiterin und begründet so die späte Information. «Es sollte alles so normal wie möglich sein.» Dennoch: Irgendwann musste das Team mit der Wahrheit rausrücken. Doch die Bewohner haben die Nachricht von der Bombe nebenan größtenteils ganz gelassen hingenommen - und aus der Not eine Tugend gemacht.

Nachdem die Mitarbeiter des Seniorenheims alle Bewohner in das dritte Untergeschoss der Tiefgarage gebracht hatten, feierte die Truppe dort einfach eine kleine Party - eine Bombenparty, wie eine Seniorin treffend bemerkte. Bei Getränken, Bütterchen und ein bisschen Tanzmusik ließ es sich auch tief unter der Erde ganz prima aushalten. ah

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