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Durchgefallen

Kritik an Sprachstandserhebung / Förderbedarf bei jedem 4. Kind

In der ersten Runde des Testes unter Dorstens Kindergartenkindern fielen 43 Prozent der Drei- bis Vierjährigen durch. In der zweiten Runde, davon geht die Kreisverwaltung aus, werden von den «nachgeprüften» Kindern wohl 20 bis 30 Prozent übrig bleiben, die einen zusätzlichen Sprachförderbedarf benötigen. Soviel zu den Fakten. Doch der Aufwand steht nach Auffassung des Schulausschusses in keinem Verhältnis zum Ergebnis. So warf der Rektor der Kardinal-von-Galen-Grundschule, Herbert Rentmeister, in die Runde, dass die Erzieherinnen in den Tagesstätten und Kindergärten schon vor der ersten Runde von Delfin 4 eine «sehr realistische Einschätzung» der sprachlichen Fähigkeiten ihrer Schützlinge hatten: «Die Ergebnisse deckten sich mit denen der Lehrer», sagte er. Und Christel Briefs beanstandete, dass 40.000 Lehrer-Unterrichtsstunden landesweit ausgefallen seien, weil die Pädagogen für die Sprachstandsuntersuchungen abgezogen wurden. Gleichzeitig wies sie daraufhin, dass Drei- bis Vierjährige den Test in einer Ausnahmesituation absolvieren mussten - «vor völlig fremden Lehrern und nicht vor ihren Erzieherinnen». Sie bemängelte zudem, dass diese doch noch sehr kleinen Kinder im Verfahren dazu gezwungen waren, 50 Minuten stillzusitzen - «in dieser Altersgruppe eine Zumutung». Reichlich Nachbesserungsbedarf sieht deshalb auch Winfried Heß, SPD. «Wir haben zurzeit viele Baustellen in der Bildungslandschaft. Die müssen erst einmal abgearbeitet werden.» Die abschließende Bewertung des Schulausschusses: Delfin 4 ist nicht ausgereift. eng

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