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Studienreise

Dorstener begaben sich auf Spurensuche in Rumänien

DORSTEN/RUPEA Einen Blick auf das oft schwierige Leben der Rumänen warf eine Gruppe der VHS Dorsten auf ihrer Studienreise.

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Alle mal herkommen! karl Hellwig trommel seine Reisegruppe auf dem schönen Marktplatz von Hermannstadt zusammen.

Karl Hellwig zeigte der Reisegruppe seine rumänische Heimat.

Eine nicht alltägliche Studienfahrt veranstaltete die Dorstener VHS vom 5. bis 12. Mai. Die Reisegruppe begab sich auf Spurensuche in das rumänische Siebenbürgen. Bürgermeister Lambert Lütkenhorst, der seit gut 20 Jahren in Rupea mit dem Verein TransSilvania e.V. soziale Projekte initiiert und am Leben erhält, leitete diese Reise. Vor Ort traf die Gruppe auf Karl Hellwig, einen Siebenbürger Sachsen, der dafür sorgt, dass die gut gemeinten Projekte auch gut gemanagt (er selber sagt „durchgewurschtelt“) werden. Ohne ihn gäbe es heute keine Rumänienhilfe mehr, weil niemand aus Dorsten über ein solches Netzwerk wie Karl Hellwig verfügt, um alle Widrigkeiten in Rupea meistern zu können. Die notwendigen Hilfen würden ohne ihn die Menschen nicht erreichen. Nach den Besichtigungen der dortigen Hoffnungsprojekte (siehe an anderer Stelle) begab sich die Gruppe auf Spurensuche im Land der Siebenbürger Sachsen.

Rumänien hat heute 22 Millionen Einwohner, von denen 15 Prozent weniger als 150 Euro monatlich zur Verfügung haben. Die Nahrungsmittel- und Energiepreise haben fast westeuropäisches Niveau erreicht, so dass auch Arbeitnehmer mit dem Mindestlohn von ca. 170 Euro monatlich große Probleme haben, über die Runden zu kommen. Häufig ist am Ende des Geldes noch ganz viel Monat übrig. Seit 2007 ist das Land Mitglied der Europäischen Union, die bereits zahlreiche Infrastrukturprojekte in Rumänien finanziert hat. Großartige Kulturdenkmäler stellen die wehrhaften Kirchburgen in Siebenbürgen dar, die als Weltkulturerbe gelten. Um den Erhalt dieser Kirchen bemühen sich die deutschstämmigen Siebenbürger Sachsen, die seit gut 750 Jahren in diesem Gebiet ihre Heimat haben. Ihre Anzahl ist seit dem Kriegsende von 300 000 auf 25 000 Personen zurückgegangen. Sie sind streng protestantisch und konnten in Zeiten der Diktatur ihre deutsche Sprache bewahren. Auch der Kirchenbesuch wurde toleriert.

Heute finden die Gottesdienste häufig mit fünf oder weniger Gläubigen statt, wobei das jüngste Gemeindemitglied sich bereits im Rentenalter befindet. Ein Höhepunkt der Reise war der Besuch in Siebenbürgens Hauptstadt Hermannstadt. (rumänisch Sibiu). Im Jahr 2007 war Hermannstadt die Kulturhauptstadt Europas, und es ist gelungen, die Innenstadt und die mittelalterlichen Gassen wunderschön zu restaurieren. Auch die katholische Basilika und die orthodoxe Kirche lohnen einen Besuch. Bei über 30 Grad hatte der Abschlussabend auf dem dortigen Marktplatz durchaus südländisches Flair.

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Alle mal herkommen! karl Hellwig trommel seine Reisegruppe auf dem schönen Marktplatz von Hermannstadt zusammen.

Karl Hellwig zeigte der Reisegruppe seine rumänische Heimat.

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