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Einige Rektoren sind verägert

Dorstener Schulen weisen bauliche Mängel auf

Dorsten An 85 Prozent aller Schulen in NRW gibt es bauliche Mängel. Das ergab eine landesweite Umfrage des WDR. Auch Dorstener Schulleiter sehen in der Lippestadt Handlungsbedarf.

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In diesem Raum sollen künftig Gespräche stattfinden. Den Umbau übernimmt ein Schülervater. Schulleiterin Heike Lippert-Knospe zeigt den derzeitigen Stand der Bauarbeiten.

Dieser Raum in der Wilhelm-Lehmbruck-Schule wurde allein von Eltern und dem Förderverein neu gestaltet. Schulleiterin Heike Lippert-Knospe st dafür sehr dankbar.

Toilettenräume der Urbanusschule in Rhade

Toilettenräume der Urbanusschule in Rhade

„Es muss dringend was gemacht werden“, betont etwa Herbert Rentmeister, Rektor der Agathaschule. Es werde immer nur das Nötigste behoben und dabei großer Bedarf vor sich hergeschoben. Zwar seien die großen Tafeln erneuert worden, aber die Seitentafeln seien noch aus seiner Schulzeit, weiß der ehemalige Agathaschüler.

Toiletten wie vor 50 Jahren

„Die Toiletten im Hauptstandort wurden renoviert, da kann man nicht meckern“, so Rentmeister. Den gleichen Zustand wünscht er sich am Teilstandort in Altendorf-Ulfkotte. Denn dort seien die Toiletten noch im Zustand wie vor 50 Jahren. „Die Kinder gehen lieber auf den letzten Drücker zu Hause.“ Auch die Urbanusschule in Rhade klagt über alte Toiletten. Außerdem befindet sich das stille Örtchen nicht im Gebäude, sodass die Schüler aus Sicherheitsgründen nur zu zweit dorthin gehen dürfen. Nach Aussagen von Rektorin Rita Schmäing habe es 2015 Gespräche über Sanierungspläne gegeben, die noch in diesem Jahr beginnen sollen. „Das ist auch dringend notwendig. Wir warten schon jahrelang auf eine Sanierung.“

Sicherheitsmängel

Besonders im Argen liegen der Rektorin die Sicherheitsmängel. Es gibt nur einen Fluchtweg, der lediglich von der obersten Etage zugänglich sei. Zudem seien die Fenster so hoch, dass noch nicht mal die Lehrkräfte diese öffnen könnten. Ähnlich ist die Problematik an der Wilhelm-Lehmbruck-Schule. „Wir haben an beiden Standorten nur kleine Schulgebäude, daher wäre die Einrichtung von Gegensprechanlagen und entsprechenden Sicherheitstüren sinnvoll“, erklärt Schulleiterin Heike Lippert-Knospe. Neben baulichen Mängeln sei vor allem die Raumnot ein großes Problem. Das betreffe unter anderem die Toiletten, die sich auch hier außerhalb des Gebäudes befinden: „Hundert Schüler kommen auf drei Toiletten.“ Nicht nur die Toilettensituation sei an der Wilhelm-Lehmbruck-Schule problematisch. Auch für Gespräche und Gruppenarbeiten gebe es kaum Platz. Die Renovierungsarbeiten für einen neuen Besprechungsraum laufen gerade.

Schulen müssen kreativ sein

Die Arbeiten übernimmt ein Schülervater in Eigenregie, so Heike Lippert-Knospe. Die Schulleiterin verstehe aber auch die Lage der Stadt als Schulträgerin, mit der sie sehr gut kooperiere. Wenn etwas anfällt, dann werde sich dem auch im Rahmen der Möglichkeiten angenommen.

Dann müsse man natürlich lange Wartezeiten in Kauf nehmen, die aber begründet seien. Auch Herbert Rentmeister, Rektor der Agathaschule, sieht die fehlenden Zuwendungen durch die angespannte Haushaltslage der Lippestadt begründet. Alle drei Schulleiter sind sich darüber einig, dass ohne das Engagement der Eltern und der Fördervereine gar nichts möglich wäre. „Man muss kreativ werden, um für die Schüler eine Atmosphäre zu schaffen, in der sie sich wohlfühlen. Dann fällt das Lernen auch gleich leichter“, so Rentmeister.

Trotz bestehender Veränderungswünsche ist Franz Hölscher, Schulleiter an der Geschwister-Scholl-Schule, im Großen und Ganzen zufrieden. „Unser Hausmeister streicht regelmäßig die Klassenräume. Und wenn etwas nötig ist, wird es auch gemacht.“

WULFEN Wegen der Sanierungsmaßnahmen wird ein Teil der Schüler der Gesamtschule Wulfen für zwei Jahre in der Matthäusschule untergebracht. Das betrifft im kommenden Schuljahr die fünfte und sechste Jahrgangsstufe sowie die in 2011 eingeschulten Fünftklässler.mehr...

In einem „Topzustand“, so Schulleiter Johannes Kratz, befindet sich die Gesamtschule Wulfen. Denn von 2009 bis 2015 wurde die Schule komplett energetisch saniert. Bei der Stadt Dorsten steht die Sanierung der Schulen auf dem Arbeitsplan, allerdings nicht komprimiert für einen Zeitraum von einem oder zwei Jahren, sondern ist für einen längeren Zeitraum geplant, heißt es von Pressesprecherin Lisa Bauckhorn. „Wir haben die unterschiedlichen Sanierungsarbeiten dabei nach Prioritäten auf unsere Agenda gesetzt, dabei sind energetische Sanierungselemente, aber auch Reparaturen und der Austausch von altersbedingt verschlissenen Bauteilen oder überholter Technik“, so Bauckhorn.

Politik berät über Liste

Die Agathaschule stehe dabei ebenso auf der Liste wie die Urbanusschule und die Grüne Schule, die über ein aktuelles Konjunkturpaket finanziert werden. Darüber hinaus seien auch Sanierungsarbeiten am Dach der Geschwister-Scholl-Schule im Gespräch, heißt es auf Nachfrage von der Pressesprecherin. „Die vollständige Liste werden wir nach Fertigstellung der Politik zur Beratung vorlegen“, so Lisa Bauckhorn.

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In diesem Raum sollen künftig Gespräche stattfinden. Den Umbau übernimmt ein Schülervater. Schulleiterin Heike Lippert-Knospe zeigt den derzeitigen Stand der Bauarbeiten.

Dieser Raum in der Wilhelm-Lehmbruck-Schule wurde allein von Eltern und dem Förderverein neu gestaltet. Schulleiterin Heike Lippert-Knospe st dafür sehr dankbar.

Toilettenräume der Urbanusschule in Rhade

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