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Filmbeitrag wird Sonntag ausgestrahlt

Dorstener Palmen-Hickhack im ZDF

Wulfen-Barkenberg Der Ärger ums Palmenhaus des Barkenbergers Andreas Türpe ist gute Unterhaltung. Das findet das Fernsehen. Es hat die Dorstener Streitkultur am Beispiel von Barkenberg unter die Lupe genommen.

Dorstener  Palmen-Hickhack im ZDF

Das Griechenland-Haus von Andreas Türpe Am Gecksbach in Barkenberg hat das Interesse des ZDF geweck. Ein Team drehte vor Ort.

TerraXpress zeigt am Sonntag (21. Januar) um 18.30 Uhr im ZDF das Hickhack um Andreas Türpes Palmenhaus. In einem 15-minütigen Beitrag erzählt Filmemacher und Regisseur Abel Lindner am Beispiel vom Gecksbach, wie ein Streit zwischen Bürgern und Behörden ausufern kann. „Mir geht es nicht darum, die Protagonisten und Gegner vorzuführen.“ Ihm sei daran gelegen, zu zeigen, welch absurde Folgen es haben kann, wenn Gesetze und Regelungen „ein paar Zentimetern Bepflanzung“ im Wege stehen.

Außergewöhnliche Bepflanzung

Andreas Türpe hat nach seinem Einzug in sein Reihenhaus Am Gecksbach zwei Jahre darauf verwandt, Grundstück und Umfeld seiner Immobilie in ein mediterranes Paradies zu verwandeln. Denn Türpe liebt Palmen.

Doch mit der außergewöhnlichen Bepflanzung kam der Ärger ins Haus. Denn Türpe hat meterhohe Palmen nicht nur auf seinem Grundstück gepflanzt, sondern teilweise auch auf städtischem Grund. Und dort kollidieren die Palmen frontal mit dem Grünkonzept, das für den Ortsteil Barkenberg aufgestellt worden ist. Was einigen sehr missfällt.

Abel Lindner und sein Drehteam haben versucht, den Dschungel für unvoreingenommen Fernsehzuschauer zu lichten. „Wir führen Schritt für Schritt in die Geschichte ein, damit die Zuschauer zu eigenen Schlüssen kommen. Hier geht es ja nicht nur um ein paar Zentimeter Bepflanzung auf städtischem Grund, sondern auch um Weltanschauungen“, sagt Lindner.

Nachbarn vor der Kamera

Der Regisseur, der in Berlin lebt, hat zwei Tage in Barkenberg verbracht und Befürworter und Gegner des Palmenhauses vor die Kamera gebeten. Als Befürworterinnen treten zwei Nachbarinnen von Türpe auf, als Gegner des Palmenensembles gibt sich der Barkenberger Rainer Diebschlag zu erkennen. „Er hat wohl begründet, warum alles gegen diese Form der Bepflanzung in Barkenberg spricht. Das klang nachvollziehbar und plausibel“, sagt Abel Lindner.

Keine Stellungnahme der Stadt

Nachvollziehbar und plausibel sei aber auch, dass Andreas Türpe auf die Palme gebracht worden ist, weil die Stadt ihm die Zustimmung zu dieser Art der Bepflanzung verweigert. Die Stadt selbst habe von einer Stellungnahme vor der Kamera aber Abstand genommen. „Das ist schade. In einem vergleichbaren Fall in Berlin hat der Stadtbaurat deutliche Worte dafür gefunden, warum ein Restaurantbesitzer einige Zentimeter von seinen Tischen vor dem Lokal absägen muss.“

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