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Dorsten bekommt ein neues Open-Air-Festival

dzRed Balloon Festival

Zwei gekreuzte Gitarren mit Hammer und Schlegel erinnern auf dem Plakat noch an das Dorstival. Das letzte Festival auf der Hürdfeldhalde in Dorsten ging vor fünf Jahren über die Bühne. Sein Nachfolger feiert im August Premiere und ist nicht nur vom Namen her ganz anders.

Dorsten

, 23.06.2018

Red Balloon Festival – wie kommt man denn auf so einen Namen? Veranstalter Christian Joswig überlegt kurz, dann sagt er: „Wir wollten einen Kontrapunkt zum Dorstival setzen und haben uns für einen Namen entschieden, der positiv wirkt und Familien anspricht.“ Bei Dark Metal, davon darf man getrost ausgehen, wäre das nicht der Fall gewesen.

Nach dem vierten Dorstival war Schluss

Der Haldenrock ist Geschichte. Viermal organisierte Christian Joswig bis 2013 das zweitägige Festival auf der Ruhrkohle-Halde, dann wurde dem Leiter von zwei Dorstener Jugendhäusern der Arbeitsaufwand und vor allem das finanzielle Risiko zu groß. Die Herausforderungen an die Logistik (Wasser, Abwasser, Strom, Zelte, Bühne, Sicherheit) waren an dieser „einzigartigen Location“, so Joswig, ohnehin enorm. Als ein wichtiger Sponsor absprang, durfte die Stadt Dorsten als Nothaushaltkommune keine Ausfallbürgschaft übernehmen.

Das Dorstival, das bei der letzten Auflage immerhin 10.000 Musikfans lockte, war am Ende. In Erinnerungen bleiben „viele große Momente“, sagt Joswig rückblickend. Zum Beispiel, als sich „Knorkator“-Sänger Stumpen 2013 in einem riesigen, aufblasbaren Ball übers Publikum tragen ließ.

Das neue Open-Air-Festival in Dorsten kommt ein paar Nummern kleiner daher. Am 10. und 11. August (Freitag und Samstag) werden erstmals auf dem „Playground“ des soziokulturellen Zentrums „Das Leo“ (Fürst-Leopold-Allee) 19 Bands auftreten. Keine großen Namen, sondern Gruppen aus Dorsten und der Region. Keine teuren Headliner, sondern Formationen von Hardcore bis Akustik, die „Lust haben, hier aufzutreten“, verspricht Karim Laiquddin vom Rockforum Dorsten. Bands also überwiegend, die die Musikfans in der Stadt kennen und mögen. Wie Vertikal, Bizzy Beats oder Killin‘ Jane, die im Juli als Vorband von Sting auftreten. Drei Formationen aus dem Line-Up haben schon beim „S-Clubraum“-Wettbewerb im Kreis Recklinghausen Erfolge gefeiert.

Das finanzielle Risiko ist „überschaubar“

Keine Überraschung deshalb, dass die Sparkasse Vest Hauptsponsor des Red Balloon Festivals ist. „Solche Veranstaltungen sind wichtig für den Zusammenhalt in der Stadt“, glaubt Sparkassen-Direktor Matthias Feller. Das unterstreicht auch Luca Schlotmann („Dr. Schlotmann & Friends“), ein weiterer Geldgeber, der nach eigenen Worten „überrascht“ ist, „was alles in dieser Stadt passiert“.

Dank dieser Unterstützung hält Christian Joswig das finanzielle Risiko für „überschaubar“. Weil zudem die Bands keine großen Gagen bekommen, können die Eintrittspreise familienfreundlich gehalten werden. Karim Laiquddin hofft auf jeweils mindestens 500 Zuschauer an beiden Tagen. Die bekommen bis Mitternacht Musik auf die Ohren – und natürlich einen schönen Blick auf riesengroße rote Ballons.

Ein Festivalbändchen für beide Tage wird 10 Euro kosten. Der Vorverkauf startet in Kürze. Tagestickets (5 Euro) gibt es am 10. und 11. August nur an der Abendkasse.