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Dorsten mit Haltern und Marl

Dekanate werden zusammengeführt

DORSTEN Als logische Konsequenz sollen nach der Gemeindefusion nun auch die Dekanate miteinander verschmelzen. Für Dorsten hieße das ein Zusammenschluss mit Haltern und Marl.

„Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. Aber die Sache ist beschlossen. Darüber gibt es nichts zu diskutieren.“ Mit diesen Worten kommentiert Pfarrer Ulrich Franke von der Pfarrei St. Agatha die Entscheidung des Bischofs, die Dekanate Dorsten (mit Kirchhellen), Haltern und Marl zu einem Großdekanat zusammenzulegen. Als logische Folge der Gemeindefusionen sollen die Dekanate neu und größer zugeschnitten werden, was nicht heiße, dass die Kirchen ihre Selbstständigkeit verlieren. Das Bistum verspreche sich von dieser Zusammenführung eine weitere Professionalisierung und Vereinheitlichung. „Ich habe dem Bischof gesagt, dass ich diese Maßnahme auf pastoraler Ebene nicht für einen Fortschritt halte“, blickt Franke dem Unausweichlichen durchaus kritisch entgegen. Insbesondere der Empfehlung des Bistums, die Rendanturen (kirchliche Verwaltung) in jedem Dekanat zusammenzulegen, hält Franke für fragwürdig. „Die Rendantur leistet bei der Verwaltung von Kindergärten und Tagesstätten wichtige Arbeit.Ansprechpartner vor Ort Es liegt in unserem Interesse, sie als Ansprechpartner vor Ort zu erhalten“, unterstreicht Franke. Während die Zusammenlegung der Dekanate beschlossene Sache sei, sei die Regelung in puncto Redanturen noch völlig offen: „Sie sind keine Institutionen des Bistums. Sie werden von den Gemeinden getragen, eingerichtet und finanziert“, stellt Franke die Zuständigkeiten klar.  Dorsten ist das größte Dekanat im gesamten Kreis Recklinghausen. „Und es ist recht aktiv“, führt Pfarrer Franke die regelmäßigen Pastoralkonferenzen, die Vielzahl an Gemeinde übergreifenden Aktivitäten und die gute Kooperation unter den Pfarrern ins Feld. Seit dem Weggang von Dechant und Pfarrer Egbert Schlotmann aus der St. Barbara Gemeinde 2008 füllt Pfarrer Ulrich Franke das Amt des Dechanten stellvertretend aus. „Ordentlich besetzt“ war es in den vergangenen Jahren allerdings nicht. Diesem „Missstand“ machte Bischof Felix Genn nun ein Ende: Zum 1. Juni ernannte er Ulrich Franke nun auch offiziell für die volle Amtszeit von sechs Jahren zum Dechanten in Dorsten. Damit ist er Ansprechpartner des Bischofs, leitet die Pastoralkonferenz und vermittelt bei Auseinandersetzungen. Franke selbst geht allerdings davon aus, dass seine Amtszeit vor 2018 enden wird, wenn das Dekanat Dorsten mit Marl und Haltern zu einem Großdekanat verschmilzt. Welcher Dechant dann das Großdekanat leitet und ob er aus Dorsten stammen wird, das steht noch in den Sternen. Pfarrer Ulrich Franke jedenfalls ist nicht wild auf diese Aufgabe: „Ich bin gerne und in erster Linie Pfarrer vor Ort.“

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