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Beim Tanken fremde Karte gezückt

Dorsten Rund 5000 Euro Schaden entstand Ende 2002 einem heute 42-jährigen Mann, der seinerzeit mit einem Freund zusammen in Dorsten wohnte. Der heute 26-jährige Freund musste sich gestern vor dem Amtsgericht in Dorsten verantworten. Der Tatvorwurf: Er habe die Kreditkarte seines Mitbewohners entwendet und in 105 Fällen davon Tankstellen oder Baumärkte bezahlt. Ein Mitangeklagter sollte an den Taten beteiligt gewesen sein. Dieser verweigerte die Aussage, wurde auch durch Zeugen nicht belastet und am Ende freigesprochen. Der 26-jährige Angeklagte gab den Betrug in 32 Fällen zu, der Rest sei ihm nicht bekannt. In diesen 32 Fällen wurde das Konto des Geschädigten um Summen zwischen 30 und 90 Euro belastet.

Zwei Karten unterwegs

Im Zeugenstand erklärte das Opfer, er habe 2002 seine Brieftasche verloren, die Karten sperren lassen und neue beantragt. Während die Visa-Karte unverzüglich zugestellt wurde, ergaben sich bei der Euro-Card Verzögerungen. Letztere sei seine «Zweitkarte» gewesen, er habe sie selten benutzt, als er es etwa einen Monat später tat, wurde sie eingezogen und gesperrt. Bei Nachfragen erfuhr er, dass mit einer weiteren Karte das Konto um rund 5000 Euro belastet worden war. Eine Summe, für die es keine Deckung gab. In der Zeit, die er als Verzögerung empfunden hatte, war seine Kreditkarte bereits angekommen. Sein Mitbewohner hatte sie an sich genommen.

Dem Angeklagten kam zugute, dass er die ihm bekannten Fälle in vollem Umfang zugab und mit der Justiz zusammenarbeitete. Richterin Heinz würdigte dieses Verhalten und auch die Aussage des jungen Mannes, dass er dabei sei, sein Leben in Ordnung zu bringen. Während 2002 seine erste Straftat war, gab es danach weitere Betrugsfälle, so beschäftigte er einen Gärtner für rund 48 000 Euro, dessen Rechnung er nicht bezahlen konnte.

Keine Geldstrafe

Das Gericht in Dortmund hatte ihn im November 2006 zu anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt. So fasste Richterin Regine Heinz in ihrem Urteil die Gesamtstrafe auf zwei Jahre, die drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt werden. «Eine Geldstrafe ist hier unsinnig», befand Richterin Heinz mit Blick auf die bevorstehende Privat-Insolvenz des Angeklagten. se

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