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Böller werden nachts gezündet

Barkenberger schrecken aus dem Schlaf

Wulfen-Barkenberg Viele Barkenberger werden seit Jahresbeginn an jedem Wochenende aus dem Schlaf gerissen. Ein oder mehrere Unbekannte machen sich einen Sport daraus, Böller zu zünden.

Am vergangenen Wochenende (6./7.2.)  häuften sich erneut die Klagen von Menschen, die die Ohren und vor allem die Nase voll haben von den Lärmbelästigungen in Barkenbergs Mitte, an der Kampstraße und im Surick.

"Und täglich grüßt das Murmeltier ... Sie lieben den Sound von Explosionen? Lautes Geballer ist Musik für ihre Ohren? Dann kommen sie nach Barkenberg! Unsere qualifizierten Sprengstoffexperten beschallen ihren Ortsteil jeden Abend mit den kraftvollen Klang von Polenböllern, Schreckschusswaffen & Co. Und das ganze kostenlos" hat ein Barkenberger am Samstag sarkastisch das unerlaubte Treiben in seinem Umfeld bei Facebook kommentiert.

Mega erschrocken

Zahlreiche Mitleidende stimmten im Laufe des Abends in den Chor der Entrüsteten ein. Zumal der Schrecken jedes Mal groß ist, wenn wieder ein Sprengkörper detoniert: "Habe mich mega erschrocken im Garten, als die Böllerei wieder losging", heftete ein weiterer Barkenberger seine Meinung an die Pinnwand von "Du weißt, dass Du aus Barkenberg kommst ..."

DORSTEN Mit Böllern begrüßen Dorstener nicht nur das neue Jahr. Mittlerweile kracht es auch lange vor Silvester, vorzugsweise mitten in der Nacht. Um 2.37 Uhr am Sonntag schreckten etwa einige Barkenberger aus dem Schlaf.mehr...

Die Polizei hat auf Anfrage der Dorstener Zeitung bestätigt, dass sie nahezu an jedem Wochenende seit Jahresbeginn 2016 Meldungen von aufgebrachten Bürgern aus dem Ortsteil zu der Knallerei bekommen habe. Polizeipressesprecherin Ramona Hörst: "Anrufer haben sich bei uns am 23. Januar., 31. Januar, 7. Februar gemeldet. Mal einer, mal mehrere, je nachdem, wie lange, wie laut und wie spät die Knallerei war."

Streifenwagenbesatzung geschickt

Am vergangenen Wochenende sei sofort eine Streifenwagenbesatzung nach Barkenberg ausgerückt. "Die Kollegen haben sich längere Zeit dort aufgehalten, nach verdächtigen Personen und Hinweisen gesucht, sind aber nicht fündig geworden", so Hörst. Trotzdem halte die Polizei am Hinweis fest, solche Vorfälle sofort zu melden und dabei möglichst genaue Ortsangaben zu machen: "Irgendwann kriegen wir die Verursacher", meint Hörst.

Einen Täter konnte die Polizei, wie berichtet, am 11. Dezember in Lembeck schnappen. Ein Jäger hatte den Verdächtigen in einem Waldstück gegenüber von Schloss Lembeck festgehalten. Dicke Rauchschwaden und mehrere Explosionen hatten den Waidmann auf die Fährte des verbotenerweise böllernden Waldbesuchers gelockt.

 

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