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Geruch schwer zu neutralisieren

Anschläge mit Buttersäure geschehen gezielt

Hardt Ein Mittelklasse-Auto an der Seikenkapelle sowie zwei weitere in Gladbeck fielen am Wochenende Buttersäureanschlägen zum Opfer. Polizeisprecherin Ramona Hörst: "Das kann zu einem wirtschaftlichen Totalschaden am Wagen führen."

Anschläge mit Buttersäure geschehen gezielt

Ein Auto war "An der Seikenkapelle" abgestellt und wurde Opfer einer Buttersäure-Attacke.

Denn: Buttersäure riecht furchtbar. Wer jemals seine Nase in die Nähe einer Buttersäurewolke gesteckt hat, weiß, wie ekelig sie stinkt. Eine Mischung aus Erbrochenem oder ranziger Butter, so beschreiben kenntnisreiche Menschen den Gestank.

Attacken länger bekannt

Seit etlichen Jahren sind solche Attacken auf Autos bekannt. So schreibt der „Kölner Express“ 2010 über den Fall eines Mannes, dessen Wagen mit Buttersäure unbrauchbar gemacht worden ist. Wie in dem Dorstener und den beiden Gladbecker Fällen hatten Unbekannte die Säure in die Lüftungsschlitze der Autos gekippt. Von dort aus bahnte sich die freiverkäufliche Chemikalie den Weg ins Fahrzeuginnere und verbreitete ihre widerwärtigen Ausdünstungen.

Auto wurde sichergestellt

Anschlag mit Buttersäure?

HARDT Bestialischer Gestank rief am Samstag (13.2.) gegen 12.45 Uhr die Feuerwehr auf den Plan. Anwohner der Straße "An der Seikenkapelle" hatten den unangenehmen Geruch festgestellt und den Notruf gewählt. Ein PKW wurde sichergestellt. Und es gab einen ähnlichen Fall in Gladbeck.mehr...

Eine Autoaufbereitungsfirma in Solingen warnt Buttersäureopfer davor, dem Gestank mit Essig, Cola, Kaffeepulver oder ähnlichen Haushaltsmitteln den Garaus machen zu wollen: „Um Himmels willen, so was bringt gar nichts“, rät das auf die Reinigung von Fahrzeuginneren spezialisierte Unternehmen dringend von solchen angeblichen „Wundermitteln“ ab. „Mit konventionellen Reinigern verschlimmern Sie das Ganze nur.“ Grundsätzlich aber sei die die Geruchsneutralisierung mit Spezialverfahren möglich.

"Ein Teufelszeug"

Das bestätigt auch Jochen Sender, Geschäftsführer von „Die Waschstraße“ in Dorsten. Wenngleich er den Angriff auf ein Auto mit Buttersäure so beschreibt: „Das ist ein Teufelszeug und nur mit viel Aufwand zu beseitigen, wie etwa mit einer Ozonbehandlung.“

Die Polizei ist sich sicher, dass der Anschlag auf die Autos nicht von ungefähr kommt: „Wir haben erste Ermittlungsansätze“, verrät Ramona Hörst. Zurzeit prüfe die Polizei mögliche Zusammenhänge zwischen den beiden Gladbecker und dem einen Dorstener Fall. Die Fahrzeuge wurden sichergestellt und werden eingehend untersucht.

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