Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.

Sanierung noch nicht finanziert

Alte Zechenbahn-Brücke bleibt ein Jahr gesperrt

Dorsten Sie gilt als beliebte Verbindungsstrecke von Hervest in die Feldmark und zur Stadtmitte. Doch ab sofort müssen Radfahrer und Fußgänger einen Umweg nehmen. Die ehemalige Brücke der Zechenbahn über die Lippe ist gesperrt - voraussichtlich ein Jahr.

/
Die Zechenbahn-Brücke wurde 1930 gebaut. Seit Jahren wird sie nur noch als Rad- und Fußgängerbrücke genutzt.

Die Sanierung der Brücke kostet über eine halbe Million Euro.

Die Auflagen sind morsch, das Geländer ist zu niedrig.

Die Zechenbahn-Brücke in Hervest-Dorsten in den 1930er-Jahren.

Baudezernent Holger Lohse bestätigte auf Anfrage, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. "Die RAG möchte die Verantwortung nicht übernehmen." Die Versicherung der Stadt hat ihrerseits an die ordnungsbehördliche Verantwortung der Stadt erinnert. Das Ergebnis: sofortige Sperrung.Auflagen sind morsch

Die Auflagen der 1930 gebauten Brücke sind laut Lohse morsch, die Lasten könnten selbst dann zu hoch sein, wenn sich nur wenige Menschen auf der Brücke befinden. Außerdem ist die Brüstung nicht hoch genug, Radfahrer sollten in der Vergangenheit deshalb ihr Rad über die Brücke schieben. Die Sanierung und Modernisierung der Brücke kostet nach ersten Schätzungen des Planungsdezernenten weit über eine halbe Million Euro. Viel Geld, Lohse sagt trotzdem: "Das müssen wir schaffen." Schließlich sei die Brücke im Flächennutzungsplan als Rad- und Fußweg ausgewiesen und eine wichtige Verbindungsstrecke innerhalb Dorstens.Verhandlungen auch mit RWW und RWE

Wie also soll das Projekt finanziert werden? Lohse bestätigte, dass die RAG wohl bereit sei, der Stadt die Brücke zu überlassen und die prognostizierten Abrisskosten von 320 000 Euro draufzusatteln. Es bleibt "ein deutlicher sechsstelliger Betrag", den die Stadt nicht mal eben aus dem Ärmel schütteln kann. Lohse ist deshalb schon in Verhandlungen mit RWW und RWE, deren Versorgungsleitungen ja auch über die Brücke laufen. Wenn sie nicht wäre, müssten diese Leitungen und Rohre unterirdisch und durch die Lippe verlegt werden. Das wäre auch nicht preiswert.

Lohse ist nach ersten Gesprächen optimistisch, dass es zu einer Einigung kommt. Eine Rettungsaktion, wie es sie für die Hohe Brücke in der Feldmark gab, hält er nicht für erforderlich. Der Dezernent hat deshalb bereits eine interne Zielsetzung formuliert: "In einem Jahr könnte die Brücke wieder freigegeben werden."

 

 

/
Die Zechenbahn-Brücke wurde 1930 gebaut. Seit Jahren wird sie nur noch als Rad- und Fußgängerbrücke genutzt.

Die Sanierung der Brücke kostet über eine halbe Million Euro.

Die Auflagen sind morsch, das Geländer ist zu niedrig.

Die Zechenbahn-Brücke in Hervest-Dorsten in den 1930er-Jahren.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Hervest Verkaufsstände, Aktionen, Vorträge rund um den Hund: Das Konzept des ersten Dorstener Dog-Days auf dem ehemaligen Zechengelände kam bei Frauchen und Herrchen bestens an.mehr...

Kinder- und Jugendarbeit

Neuer Diakon Thomas Heß hat viel vor

Hervest/Wulfen Seit einigen Wochen ist Diakon Thomas Heß ein Teil des multiprofessionellen Teams in der Kirchengemeinde Hervest-Wulfen. Er kümmert sich besonders um die Kinder- und Jugendarbeit.mehr...

Dorsten Aus ungeklärter Ursache hat eine 60-Jährige aus Marl am Dienstag um 15 Uhr mit ihrem Opel Corsa einen entgegenkommenden Viehanhänger gerammt. Die Frau wurde verletzt und musste ins Krankenhaus.mehr...