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Abzug war rechtswidrig

Dorsten Der Abzug von Schrankenwärtern an der Strecke der Deutschen Bahn (DB) zwischen Dorsten und Coesfeld an einigen Tagen im Mai war rechtswidrig.

Das stellte die Bundesnetzagentur nach einem Ermittlungsverfahren in einem Bescheid an die DB Netz AG fest, der am Mittwoch in Bonn bekannt gemacht wurde. Der Abzug sei ein Verstoß gegen Vorschriften des Eisenbahnrechts und «ein diskriminierendes Verhalten gegen das betroffene Verkehrsunternehmen».

Betroffen war die Strecke von Coesfeld nach Dorsten, auf der nur das private Eisenbahnunternehmen «NordWestBahn» (NWB) den Schienenverkehr im Auftrag des Zweckverbands Münsterland durchführt.

An der Bahnlinie Coesfeld-Dorsten müssen noch viele Bahnübergänge durch Schrankenwärter manuell gesichert und die Schranken von Hand bedient werden. Diese Mitarbeiter der DB Netz AG wurden nach Angaben der Netzagentur am 12. Mai 2007 ohne Begründung gegenüber NWB komplett abgezogen, so dass der Zugverkehr nur noch mit Verspätungen bewältigt werden konnte. Vor allen betroffenen Bahnübergängen mussten die Lokführer der NWB anhalten und selbst den Übergang sichern, bevor die Fahrt fortgesetzt werden konnte. Die Kunden der NWB konnten so die Anschlusszüge nicht mehr erreichen.

Zwei Tage später sei dann dann aus sicherheitstechnischen Gründen wegen des Fehlens der Schrankenwärter auf Anordnung der DB Netz AG der Betrieb der Züge auf dieser Strecke komplett eingestellt eingestellt worden. Erst vom 15. Mai an sei der Betrieb wieder fahrplanmäßig gelaufen, als die Schrankenwärter wieder im Einsatz waren. Die DB Netz AG habe als Begründung für ihre Maßnahmen angeführt, die Schrankenwärter seien als Ersatz im Raum Bonn dringend benötigt worden. dpa

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