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Kein Lohn für Überstunden

70-Jähriger zog vor das Arbeitsgericht

Wulfen/Herne Der Ärger begann erst im Rentenalter. Im Alter von 70 Jahren musste ein Busfahrer aus Wulfen am Freitag (26.2.) tatsächlich vor Gericht ziehen, um Lohn und Urlaub einzuklagen. Und das ausgerechnet von einer sozialen Einrichtung.

Nach fast 30 Jahren bei der Vestischen Straßenbahnen GmbH hatte der Busfahrer im vergangenen Jahr einen Minijob bei einer Senioren-Tageseinrichtung angenommen. Sein Arbeitsplatz war natürlich auch hier hinter dem Steuer.

"Kann doch kein Rennen fahren"

„Ich habe die Senioren morgens zu Hause abgeholt“, sagte er am Rande des Prozesses vor dem zuständigen Arbeitsgericht in Herne. Und zwar meist aus Rhade, Wulfen und Marl-Sickingmühle. Doch irgendwie kam er mit den vereinbarten Arbeitszeiten nicht hin. Und aufs Gaspedal drücken konnte er auch nicht. Schließlich waren auch Rollstuhlfahrer mit an Bord. „Da kann ich doch kein Rennen fahren.“ Die Überstunden sollten also „abgefeiert“ werden.

Doch das ist angeblich nie passiert. Schon nach zwei Monaten hatte der 70-Jährige das erste Mal die Reißleine gezogen und seine Kündigung eingereicht. Doch dann machte er doch noch einmal einen Rückzieher. „Mir taten die alten Leute leid“, sagte er dem Richter. Erst sei dann auch alles gut gewesen. Doch dann habe die „Ausbeutung“ wieder begonnen. Im November vergangenen Jahres hatte er dann endgültig „hingeschmissen“. Auf seinen ausstehenden Lohn wartete er jedoch vergeblich. Genauso wie auf die Abgeltung seines Urlaubs.

"Jetzt erledigt"

Das geht natürlich nicht, befand auch der Richter. 500 Euro soll der Busfahrer nun noch erhalten. Auf die Bezahlung der Überstunden musste er allerdings verzichten. So lautete der Kompromiss. Sein Ex-Arbeitgeber muss die Zahlung allerdings noch abnicken. Er hatte nur seinen Anwalt zum Prozess geschickt. Der Busfahrer fühlt sich zwar immer noch ungerecht behandelt, hat den Fall aber abgehakt. „Für mich ist das jetzt erledigt“, sagte er dem Gericht.

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