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Neue Bücherei öffnet am Sonntag

5000 Medien warten auf Ausleiher

Schermbeck Aus zwei Büchereien ist eine geworden. Vor dem Tag der offenen Tür am Sonntag haben wir uns in der „neuen“ Bücherei schon einmal umgesehen.

5000 Medien warten auf Ausleiher

Bücherei-Leiterin Monika Schlebusch zeigt den neuen Leseausweis, der ab jetzt in der Bücherei an der Erler Straße ausgegeben wird. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Monika Schlebusch leitete ab 2012 die kommunale Bücherei an der Weseler Straße 1. Das Aus „ihrer“ Bücherei zum Jahresende 2017 wurde vor etwas mehr als einem Jahr vom Rat beschlossen – begleitet von einer kontroversen öffentlichen Diskussion.

Im Laufe des Jahres entstand der Plan, die Medienbestände der kommunalen Bücherei mit denen der Katholischen Öffentlichen Bücherei an der Erler Straße 9 zu vereinen. „Ich bin schon aufgeregt“, sagt Schlebusch mit Blick auf Sonntag (8. April), wenn zwischen 11.30 und 13.30 Uhr die neu gestalteten Räume der KÖB erstmals bei Schnittchen, Kaffee und Sekt der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bücher ausleihen kann man erst ab Montag.

Bücherei

Bücherei-Leiterin Monika Schlebusch zeigt den neuen Leseausweis, der ab jetzt in der Bücherei an der Erler Straße ausgegeben wird.
Monika Schlebusch räumt einen Karton voller neuer Bücher aus, die ab kommender Woche ausgeliehen werden können.
Schon für die Kleinsten gibt es in der Bücherei viel Lesefutter.
In der Kinder- und Jugendabteilung finden sich auch Hörbücher und eine Leseecke.
Im Kinder- und Jugendbuchbereich weist Monika Schlebusch vor allem auf die vielen Kinderbuchserien hin, die aus Beständen der Ludgerus-Bücherei stammen und oft mehr als einen Meter im Regal einnehmen.
Wer Back- oder Kochrezepte benötigt, wird hier sicherlich fündig.
Mobile Regale mit Taschenbüchern können zur Seite geschoben werden, wenn der Raum anderweitig genutzt wird.
Insgesamt 5000 Medien finden sich an der Erler Straße 9 nach der Zusammenlegung der kommunalen mit der katholischen Bücherei.
Herbert Dondorf klebt die Aufschrift "Eine Welt Laden" an die Wand. Die Produkte in den Regalen können während der Öffnungszeiten der Bücherei gekauft werden.

Monika Schlebusch und Mitarbeiterin Evi Saaber haben seit Jahresbeginn den Medienbestand der kommunalen Bücherei überprüft und stark reduziert. „Von 17.500 Medien haben wir 3800 mitgenommen“, sagt Schlebusch – natürlich mit vielen helfenden Händen. Knapp 5000 Medien umfasst nun die KÖB. Alle haben „Interessen-Aufkleber“ an der Rückseite, auf denen man gleich sieht, ob es sich etwa um einen Krimi, ein historisches Buch oder ein Kinderbuch handelt. Gab es auch Bücher, die aussortiert werden mussten, bei denen Schlebusch das Herz blutete? „Nein“, sagt sie pragmatisch: „Höchstens, wenn Bücher gerade erst neu angeschafft und jetzt doppelt waren.“

Zwei Räume

Wer die „neue“ Bücherei betritt, findet im Multifunktionsraum einen PC-Arbeitsplatz, ein langes Bücher-Regal mit Literatur für Erwachsene sowie rollbare Regale mit Taschenbüchern. Auch die Regale mit Produkten des Eine-Welt-Ladens sind dort untergebracht. Daneben gibt es den jetzt hell und freundlich eingerichteten Raum für Kinder- und Jugendliteratur, wo auch Hörbücher und eine kleine Leseecke untergebracht wurden.

Der geschlossenen Bücherei weint Schlebusch nicht nach: „Die Räumlichkeit war viel zu groß für die Anzahl der Leser. Da hat jede Bibliothek mit zu kämpfen.“ Das Leseverhalten habe sich stark verändert. „Das war in den letzten Jahren deutlich zu spüren.“ Gut gemischt sei das aktuelle Medien-Angebot. Bei der Frage, welche Bücher mitgenommen werden sollten, waren vor allem die Wünsche der Nutzer ausschlaggebend. „Man kennt die Leser“, sagt Schlebusch über ihre damals rund 500 Kunden. Wie viele es ab Montag sein werden? „Keine Ahnung.“ Jeder Nutzer bekommt dann einen neuen Leser-Ausweis. Erwachsene zahlen 10 Euro im Jahr, Kinder und Jugendliche nichts.

Schlebusch und ihr Team aus 16 ehrenamtlichen Mitarbeitern planen, alle sechs bis acht Wochen neue Bücher zu kaufen. Vorlesestunden für Kinder und ältere Bürger sind vorgesehen. Man wolle auch an die Kindergärten herangehen. „Die Schulbibliotheken sind gut ausgestattet“, sagt Schlebusch: „Wir sind alle total motiviert.“ Ein bisschen Dekoration fehle noch und zwei Kartons mit neuen Büchern sollen am Sonntag auf Tischen präsentiert werden: „Damit die Leute sehen, dass wir aktuell sind.“

Ende 2019 wird Schlebusch in den Ruhestand gehen. Ab dann wird die KÖB ausschließlich ehrenamtlich betrieben.

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