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Nach Sturm „Friederike“

5000 Kubikmeter Holz liegen am Boden

Schermbeck/Erle Sturmtief Friederike hat viele Bäume der Üfter Mark umstürzen lassen, einige beschädigten den Wildschutzzaun. Eine Gefahr für Wild und Autofahrer?

5000 Kubikmeter Holz liegen am Boden

An sieben Stellen haben umstürzende Bäume den Wildschutzzaun an der B 224 runtergedrückt. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Zwei Wochen nach dem Sturm am 18. Januar sind RVR-Mitarbeiter sowie Fremdfirmen immer noch dabei, die Wege in der Üfter Mark „klar zu kriegen“, wie Revierleiter Christoph Beemelmans sagt. Heißt: sie für Besucher der Üfter Mark sicher zu machen. Sechs bis acht Wochen könnte das noch dauern. Beemelmans: „Wir kämpfen auch noch mit der Nässe.“

Würde es laut Beemelmans nun acht Tage nicht regnen, könnten die Arbeiten erheblich beschleunigt werden. „Dann wären es vielleicht vier Wochen.“ Das Problem: Die Arbeiten mit schwerem Gerät auf durchweichten Wegen würden diese aufwühlen.

5000 Kubikmeter Holz liegen in Beemelmans Revier am Boden. Interessanterweise seien die Bäume genau an den Stellen umgefallen, die auch schon beim Sturmtief Kyrill vor zehn Jahren betroffen waren. Der Vergleich der Schadensbilanz der beiden Stürme fällt aber eindeutig aus. Beemelmans: „Kyrill war achtmal schlimmer.“

5000 Kubikmeter Holz liegen am Boden

5000 Kubikmeter Holz liegen laut Revierleiter Christoph Beemelmans in der Üfter Mark nach Sturmtief Friederike am Boden. Die Aufräumarbeiten sind in vollem Gange, zunächst aber an den Wegen. Foto: Foto: Berthold Fehmer

Er sei dafür, den Sturm als Chance zu sehen, sagt er. Um nachzudenken, wie der Wald in Zukunft aussehen soll. Da die Üfter Mark Naturschutzgebiet sei, sei ihm nach Kyrill eine „Baumpalette“ mit auf den Weg gegeben worden, aus denen er nachpflanzen durfte. Beemelmans befürwortet aber eine viel größere Durchmischung mit Baumarten, um den Wald auf den Klimawandel einzustellen. Also mehr Baumarten („fünf bis sieben“), eine Mischung von Baum- und Nadelhölzern.

Größeres Wurzelwerk

Beemelmans: „Ich setze lieber weniger Pflanzen, damit sie sturmstabiler aufwachsen.“ Bäume könnten so größere Kronen und größere Wurzeln ausbilden. Laubbäume seien im „Wintersturm“ Friederike übrigens auch betroffen gewesen. „Ich habe Bäume gesehen, die in acht Metern Höhe aufgeplatzt sind, als wäre ein Blitz eingeschlagen.“

Hans Lordieck aus Erle, Leser unserer Zeitung, fragte angesichts des vielfach durch umstürzende Bäume beschädigten Wildschutzzauns an der B224: „Wer garantiert, dass nicht Wildtiere diese Löcher entdecken und plötzlich auf der Straße auftauchen?“ Das hält Beemelmans allerdings für unwahrscheinlich. An sieben Stellen sei der Zaun beschädigt. Zum Teil würden Baumkronen den Durchgang versperren, an anderen Stellen sei der Baum „nicht platt am Boden“. „Das Wild hat kein Interesse, da rüber zu springen.“ Für die Reparatur sei Straßen-NRW zuständig.

Gregor Hürter, Sprecher der Regionalniederlassung Niederrhein von Straßen-NRW, sagte auf unsere Anfrage: „Das Zaunmaterial ist bestellt. Sobald die Bäume vom Zaun entfernt sind, wird er geflickt.“ In den zwei Wochen nach dem Sturm habe es auf der Strecke keinen Wildschaden gegeben.

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