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Fazit der Besentage

2050 Dorstener räumen ihre Stadt auf

Dorsten Die Organisatoren vom Dorstener Entsorgungsbetrieb (EBD) wollten am Samstag Danke sagen. 2050 Menschen haben in der vergangenen Woche bei den Besentagen tonnenweise Müll gesammelt. Die Besenparty bildete den Abschluss einer arbeitsreichen Woche.

2050 Dorstener räumen ihre Stadt auf

Gemeinsam mit sechs Flüchtlingen starteten einige Lembecker am Michaelisstift und sammelten Müll.

„Vor allem die Schulen waren in diesem Jahr bei den Besentagen sehr fleißig“, erzählte EBD-Abfallberaterin Ursula Eickmeier, die zufrieden auf anstrengende Tage zurückblickt.

14 Schulen und 31 Vereine

14 Schulen in ganz Dorsten waren dabei, aber auch 31 Vereine, 15 Familien und einige Einzelpersonen und Firmen. Und auch Flüchtlinge beteiligten sich in diesem Jahr an der Aktion. Denn in Dorsten gab es viel Müll, der entsorgt werden musste. „Wir haben überwiegend Bierflaschen und Plastik gefunden“, erzählte Martin Göbbeler, der mit dem Schützenverein Dorf-Hervest unterwegs war. Müllwagenfahrer Selim Gökcül machte in der vergangenen Woche einige Überstunden, um den vielen Unrat einzusammeln. „Es wurden Fahrräder, ein Treckerreifen und Schränke gefunden“, erzählte er. „Unglaublich, was die Menschen alles wegwerfen.“

Viele Dorstener beteiligten sich an den Besentagen 2016

Gemeinsam mit sechs Flüchtlingen starteten einige Lembecker am Michaelisstift und sammelten Müll.
Wie jedes Jahr machten sich die Klassen 8a (im Bild) und 9a der Gerhart-Hauptmann-Realschule auf, um die Umgebung ihrer Schule nach Müll abzusuchen und einzusammeln. „Wir nehmen seit der fünften Klasse jedes Jahr an den Besentagen teil“, erklärte Niklas aus der Klasse 8a, und diese Tradition gilt auch für die Klasse 9a. Mit blauen Säcken und Handschuhen bewaffnet ging es sofort in Richtung Sportplatz und hier wurden die Schüler auch schnell fündig. Immer wieder überraschte es sie, was die Menschen alles ins Gebüsch werfen, so wurden schon Teppiche, Kochtöpfe oder Schuhe gefunden. Vor allem aber waren die Schüler entsetzt darüber, wie viel Plastikmüll zusammenkommt. „Eine Plastikflasche braucht über 400 Jahre, bis sie verrottet ist“, wusste Jasmin zu berichten, „wissen die Leute das denn nicht?“ Am Ende waren es mehrere Säcke Müll geworden, die die Schüler in nur zwei Stunden gesammelt hatten. „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!“, war die einhellige Meinung aller Schüler. Im nächsten Schuljahr sind beide Klassen Schüler der Erich-Klausner-Schule, da hier im Sommer Schluss ist. „Müll gibt es doch überall, und wir sammeln ihn auf!“, versicherte Umar zuversichtlich.
Wie jedes Jahr machten sich die Klassen 8a und 9a (im Bild) der Gerhart-Hauptmann-Realschule auf, um die Umgebung ihrer Schule nach Müll abzusuchen und einzusammeln. „Wir nehmen seit der fünften Klasse jedes Jahr an den Besentagen teil“, erklärte Niklas aus der Klasse 8a, und diese Tradition gilt auch für die Klasse 9a. Mit blauen Säcken und Handschuhen bewaffnet ging es sofort in Richtung Sportplatz und hier wurden die Schüler auch schnell fündig. Immer wieder überraschte es sie, was die Menschen alles ins Gebüsch werfen, so wurden schon Teppiche, Kochtöpfe oder Schuhe gefunden. Vor allem aber waren die Schüler entsetzt darüber, wie viel Plastikmüll zusammenkommt. „Eine Plastikflasche braucht über 400 Jahre, bis sie verrottet ist“, wusste Jasmin zu berichten, „wissen die Leute das denn nicht?“ Am Ende waren es mehrere Säcke Müll geworden, die die Schüler in nur zwei Stunden gesammelt hatten. „Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!“, war die einhellige Meinung aller Schüler. Im nächsten Schuljahr sind beide Klassen Schüler der Erich-Klausner-Schule, da hier im Sommer Schluss ist. „Müll gibt es doch überall, und wir sammeln ihn auf!“, versicherte Umar zuversichtlich.
Ihren schulfreien Tag nutzten 30 Schüler aus der OGS der Don-Bosco-Schule, um an den Besentagen teilzunehmen. Gemeinsam befreiten sie den Schulhof, Busbahnhof und Turnhallenbereich vom Müll. Sichtlich stolz traf man sich anschließend zum Foto.
15 Oldtimerfreunde aus Lembeck holten ihre alten Schätzchen aus dem Winterschlaf. Wie in jedem Jahr war das Ziel der Elven, das Torfvenn und der Brink. Von Kaffebechern über Glas bis hin zum Bauschutt war die gesamte Müllpalette vor Ort. Selbst Grünschnitt in Plastiksäcken wurde auf dem Parkplatz an der Heidenerstraße abgestellt. Am Ende des Tages war der Container voll und die Oldtimerfreunde glücklich, das Landschaftsschutzgebiet im alten Glanz zu sehen.
Auch in diesem Jahr beteiligte sich der CDU-Ortsverband Hardt/Östrich wieder an den Besentagen. Unterstützt wurde der Ortsverband in diesem Jahr durch Mitglieder der Jungen Union. Das Hauptaugenmerk lag wiederum auf den Straßenzügen Klosterstraße und Fährstraße sowie den Uferböschungen rund um die Hardter Kanalbrücke. Als Fazit hält der Ortsverbandsvorsitzende Georg Nachbarschulte fest: „So langsam machen sich die Bemühungen der letzten fünf Jahre bemerkbar. Es hat den Anschein, als habe man eine gewisse Grundsauberkeit erreicht und die Neuverschmutzungen würden zurückgehen.“ Ärgerlich seien aber immer noch die vielen kleinen Plastikbeutel, in denen fürsorgliche Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner fein verpackt in die Büsche schleudern.
Die Klasse 3 A der Pestalozzischule hat sich, wie auch schon im letzten Jahr, an den Dorstener Besentagen beteiligt. Die Schüler waren mit großem Engagement dabei. Die Aussage eines Schülers: „Was sind das für Schweine, die so einen Müll hinterlassen!“, zeigt, dass den jungen Leuten die Sauberkeit der Stadt nicht egal ist.
Die Themen Umweltschutz und Bewahrung der Schöpfung stehen auch im Evangelischen Familienzentrum „Hand in Hand“ am Söltner Landweg inHolsterhausen hoch im Kurs. Und so musste Nachbar und ehemaliger Kindergartenvater Jürgen Held auch nicht lange bitten, als er im Familienzentrum um Unterstützung bei seinem Engagement bei den Dorstener Besentagen anfragte. Vom städtischen Entsorgungsbetrieb mit Müllsäcken und Handschuhen ausgerüstet, zog Jürgen Held gemeinsam mit 29 Kindern im Vorschulalter und jünger mit den Erzieherinnen nebst Bollerwagen in das angrenzende Waldgrundstück, um es vom achtlos weggeworfenen Müll zu befreien.
Einen Scheck über 3000 Euro erhielt am Samstag das Soziokulturelle Zentrum Leo. Antonius von Hebel, Christian Joswig, Tobias Stockhoff, Marko Gröbel und Johannes Windbrake (v.l.) bei der Bekanntgabe des Sponsorenpreises der Dorstener Besentage 2016.

Vom Lembecker Michaelisstrift aus beteiligten sich am Freitag auch sechs Flüchtlingen. Die Idee stammte von Ludwig Drüing: „Ich war schon letztes Jahr bei den Besentagen aktiv, da hab ich die Idee in den Raum geworfen, dass wir diesmal gemeinsam mit den Flüchtlingen losziehen könnten.“ Gemeinsam mit den Sprachteams, die niederschwellige Sprachkurse für Flüchtlinge anbieten, bei denen auch Ludwig Drüing unterrichtet, wurde der Tag organisiert. Resi Evers meldete schließlich die Gruppe bei der Stadt an und diese lieferte dann blaue Säcke und Handschuhe für die fleißigen Helfer. Und die Flüchtlinge fanden Gefallen daran: Man riss sich fast um den Müll, jeder wollte seinen blauen Sack gut gefüllt wissen.

Das stellte kein Problem dar: „Es ist unglaublich, was die Leute einfach so an den Straßenrand werfen“, sagte Ludwig Drüing. Zum Abschluss des Tages gab es eine Kleinigkeit zu essen, darum hatte sich Resi Evers gekümmert: „Einfach als kleines Dankeschön für die Mithilfe“.

Aktion gibt es seit elf Jahren

Seit elf Jahren gibt es die Aktion bereits in Dorsten. Auch wenn sich in einigen Wochen wieder neuer Müll ansammeln wird, hält Ursula Eickmeier den jährlichen Rhythmus für sinnvoll. Sie appellierte an die Vernunft und die gute Erziehung der Menschen, damit in Zukunft nicht mehr so viel weggeworfen wird. Bürgermeister Tobias Stockhoff dankte Eickmeier und dem ganzen Team des Entsorgungsbetriebs und dem Verein „Sag ja zu Dorsten“ für Organisation und Durchführung.

Spende über 3000 Euro

Und ebenfalls dankte er für das ehrenamtliche Engagement jedes einzelnen Helfers. Knapp 200 von ihnen waren am Samstag zur Besenparty gekommen. Auch in diesem Jahr wurde wieder ein Spendenscheck über 3000 Euro an ein gemeinnütziges Projekt überreicht. Das Geld erhielt das Soziokulturelle Zentrum Leo. Dessen Leiter Christian Joswig verriet direkt nach der Scheckübergabe, wofür das Geld eingesetzt wird. „Wir wollen draußen eine öffentliche Tischtennisplatte hinstellen.“

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