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Polizei nimmt Geldautomatensprenger fest

Zwei Tatverdächtige sitzen in U-Haft

Castrop-Rauxel Der Versuch, Bargeld mit der Sprengung eines Geldautomaten zu erbeuten, ging vergangene Woche in Frohlinde schief. Noch am selben Tag konnte die Polizei zwei Tatverdächtige festnehmen. Die sitzen jetzt in U-Haft – ein grenzüberschreitender Erfolg für die Polizei.

Zwei Tatverdächtige sitzen in U-Haft

Der Geldautomat der Sparkasse in Frohlinde sollte gesprengt werden. Die Polizei konnte jetzt zwei Tatverdächtige in dem Fall festnehmen. Foto: Tobias Weckenbrock

Die Polizei hat die Männer geschnappt, die in der vergangenen Woche den Geldautomaten der Sparkasse in Frohlinde gesprengt haben. Beute machten die Täter damals nicht (wir berichteten). Wie die Staatsanwaltschaft Aachen und das Landeskriminalamt am Donnerstag mitteilten, konnten noch am Tattag zwei Tatverdächtige festgenommen werden.

Geldautomat in Castrop-Rauxel aufgebrochen

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Dabei handelt es sich um niederländische Staatsangehörige marokkanischer und türkischer Herkunft im Alter von 26 und 27 Jahren. Nachdem die deutschen Ermittler deren Identität festgestellt hatten, veranlassten die niederländischen Ermittler noch am selben Tag die Durchsuchung ihrer Wohnungen in den Niederlanden.

Gasflaschen und Bargeld gefunden

Dabei konnten die Polizisten im Nachbarland neben Gasflaschen und Bargeld im fünfstelligen Bereich weiteres umfangreiches Beweismaterial sicherstellen, von deren Auswertung die Ermittler sich Hinweise auch zur Aufklärung zurückliegender Geldautomatensprengungen erhoffen.

Die beiden Festgenommenen wurden am 18. April dem Haftrichter vorgeführt, der auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aachen die Untersuchungshaft anordnete. Die Freundin eines der Beschuldigten, die wegen ihrer Unterstützung auf der Flucht ebenfalls festgenommen worden war, wurde am Folgetag wieder auf freien Fuß gesetzt.

Mehr als 200 Geldautomatensprengungen

Bereits seit 2015 ermittelt eine Ermittlungskommission im Landeskriminalamt (LKA) gegen Banden niederländischer Geldautomatensprenger. Insgesamt verzeichnet das LKA seit zweieinhalb Jahren mehr als 200 Geldautomatensprengungen, von denen der überwiegende Teil niederländischen Tätern zugerechnet wird. Beute und Sachschäden gehen in die Millionen.

Im engen Austausch mit den niederländischen Ermittlungsbehörden konnten in den vergangenen zweieinhalb Jahren 45 niederländische Geldautomatensprenger durch NRW-Behörden festgenommen werden. Anfang 2018 wurde die Zusammenarbeit erstmals in einer gemeinsamen deutsch-niederländischen Ermittlungsgruppe (Joint Investigation Team) intensiviert.

Das grenzüberschreitende Team konnte jetzt die Festnahme der beiden Täter im Frohlinder Fall sofort als ersten Erfolg verbuchen.

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