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Wut und Entsetzen bei Rütgers

RAUXEL Wut bei Rütgers: Der Mutterkonzern Evonik (ehemals RAG) hat die Chemicals GmbH meistbietend an den deutschen Finanzinvestor Triton verkauft. Angeblich für einen höheren dreistelligen Millionenbetrag. „Wir sind enttäuscht und entsetzt über das Verfahren und das Ergebnis“, erklärte Norbert Römer, der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Chemicals GmbH gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Wut und Entsetzen bei Rütgers

Es ist amtlich: Rütgers ist verkauft.

Der Betriebsrat und die 550 Beschäftigten fürchten jetzt eine Zerschlagung ihres Unternehmens. In den Verkaufsprozess sei man so gut wie gar nicht eingebunden gewesen, berichtete Betriebsratsvorsitzender Gerd Morawec. Für morgen lädt er zur Belegschaftsversammlung ein.

              Dann soll Evonik aufgefordert werden, dem neuen Eigentümer noch einige Zusagen abzuringen. „Die Zusage, das Unternehmen in den nächsten fünf Jahren nicht weiterzuverkaufen, kostet Triton kein Geld“, so Morawec. Sie zeige aber, wie ernst man es mit der Chemicals GmbH meine.

Opfer des Börsengangs

Wie mehrfach berichtet, fällt die Chemicals GmbH dem Börsengang der RAG/Evonik zum Opfer. Der Konzern konzentriert sich mit der Degussa im Geschäftsfeld Chemie auf die Spezialchemie und stößt den Rauxeler Betrieb für Basis- und Teerchemie ab. Man habe das Unternehmen „in gute Hände“ gegeben heißt es in der knappen Presseerklärung aus der Evonik-Vorstandsetage.

Nicht der Münchener Finanzinvestor Nordwind als vermeintlicher Favorit und Wunschkandidat des Betriebsrats, sondern die Beteiligungsgesellschaft Triton wird neuer Eigentümer an der Kekuléstraße. „Nordwind hatte ein klares Investitionskonzept und eine Wachstumsstrategie. Zudem schloss das Angebot die nächsten fünf Jahre einen Weiterverkauf aus“, erklärte Betriebsratsvorsitzender Gerd Morawec und fügte hinzu: „Bei Triton haben wir nix Belegbares in der Hand. Der Verkauf ist ganz und gar vom Kaufpreis getrieben gewesen.“

"Wie das Grundgesetz"

Evonik versicherte derweil, dass sich Triton zu der bis 2014 geltenden Zukunftsvereinbarung zur Sicherung der Arbeitsplätze bekenne. Das allerdings, so sagt Betriebsratschef Gerd Morawec, bedürfe gar keiner Erwähnung. „Das ist wie das Grundgesetz – da muss sich auch jeder dran halten.“

Mehr Hintergründe zum Rütgers-Verkauf lesen Sie am Mittwoch in den Ruhr Nachrichten

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