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Außengastronomie füllt Stadtkasse auf

Wer Stühle rausstellt, muss Sonder-Gebühren zahlen

Castrop-Rauxel. Ob in der Mittagspause oder am Wochenende – bei schönem Wetter zieht es die Castrop-Rauxeler jetzt wieder in Straßencafés. Viele wissen nicht, dass die Gastronomen, die das anbieten, dafür ins Portemonnaie greifen müssen. Wir erklären die „Sondernutzungsgebühr“.

Wer Stühle rausstellt, muss Sonder-Gebühren zahlen

Am Donnerstag war es den meisten Castropern in der Sonne offenbar zu warm. Während am „1910“ vor allem am frühen Nachmittag zeitweise viele Tische frei waren und es erst spätnachmittags voll wurde, waren Schattenplätzchen auf der Terrasse der Barcelona oder in der Schatten-Gasse der Eisdiele begehrt. Foto: Ann-Kathrin Gumpert

Endlich ist er da, der Frühling, auf den wir gefühlt in diesem Jahr so lange gewartet haben. Die Menschen zieht es bei Temperaturen über 20 Grad seit Tagen wieder nach draußen. Gastronomen passen sich an die Bedürfnisse an und stellen Tische und Stühle raus. Doch ohne eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt geht da gar nichts.

Wer im Sommer eine Außengastronomie betreiben will, muss bei der Stadt unbedingt diese Sondernutzungserlaubnis beantragen. „Aktuell gibt es 13 Sondererlaubnisse für Außengastronomien in der Stadt“, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage. Auffallend dabei: Sie alle befinden sich in der Castroper Altstadt. In Ickern, in Frohlinde, in Habinghorst oder Henrichenburg: nichts dergleichen, was bei der Stadt zu Gebühreneinnahmen führt. Doch damit ist es noch nicht getan: Für die Sondernutzungserlaubnis muss der Gastronom noch ins Portemonnaie greifen. 5 Euro pro Quadratmeter pro Monat kostet die Außengastronomie in der Stadt. Das ist nicht viel, aber es kommt doch etwas zusammen. Und es ist ein Einheitspreis, der für das gesamte Stadtgebiet gilt.

Besser trifft es da nur die Gastronomen, deren Außengelände auf privatem Grund liegen. „Natürlich wird keine Sondernutzungsgebühr erhoben, wenn die Fläche der Außengastronomie in Privatbesitz ist“, sagt Maresa Hilleringmann. Ein Vorteil, der zum Beispiel für den auch bei Castrop-Rauxelern beliebten Biergarten Tante Amanda kurz hinter der Stadtgrenze zu Dortmund gilt.

15.000 Euro im Jahr

Die Stadt freut sich über die Sondernutzungsgebühren. „In diesem Jahr wird die Stadtverwaltung dadurch etwa 15.000 Euro einnehmen“, sagt Maresa Hilleringmann. Das tut dem klammen Stadtsäckel mehr als gut. Wie sich die Zahlen entwickelt haben, konnte die Stadt auf Anfrage nicht beantworten. Der Aufwand, die Zahlen aus den vergangenen Jahren zu ermitteln, sei bei den Kapazitäten im Bereich Ordnungswesen einfach zu hoch. Hinzu kamen 2017 noch 17.500 Euro Einnahmen für die Gaststättenerlaubnis.

Das sei auch ein guter Mittelwert im Vergleich der vergangenen Jahre, so die Stadt. „Die Konzessionsgebühr ist ja nur eine einmalige Gebühr bei der Anmeldung eines Gaststättenbetriebs und keine regelmäßig anfallende Gebühr“, so Hilleringmann. Und was genau ist die Gaststättenerlaubnis? Es ist ganz einfach: Hat ein Wirt diese, darf er auch Alkohol ausschenken. Also Bier zum Beispiel unter sengender Sonne. Was für den Kopf des Gastes eher kontraproduktiv ist, freut die Brauereien. Miese Sommer und nachlassender Bierdurst hatten den durchschnittlichen Pro-Kopf-Konsum der Deutschen von 143 Liter Anfang der 90er-Jahre auf zuletzt 106 Liter sinken lassen. Jetzt sollen Sonne und die Fußball-WM in Russland den Durst wieder anheizen.

Dortmund will‘s einheitlich

Um der Außengastronomie – vor allem an Ballungspunkten – einen einheitlicheren Look zu verpassen, gibt es bei der Stadt Dortmund Bestrebungen für ein einheitliches Gestaltungsbild. Da war die Rede von möglichst gleichen Tischen und Stühlen. Die Stadt erarbeitet dazu gerade mit den Gastronomen eine Gestaltungsleitlinie. Ist so etwas auch für Castrop-Rauxel denkbar? „Bestrebungen, die Gestaltung der Außengastronomien zu vereinheitlichen, gibt es seitens der Stadtverwaltung nicht“, sagt Maresa Hilleringmann.

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