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Unscheinbar die Umwelt schützen

CASTROP-RAUXEL So unspektakulär kann Energiesparen sein. "Hier gehen die Rohre fast 80 Meter tief in die Erde", sagt Ronald Jankovics, Schulleiter des Ernst-Barlach-Gymnasiums und deutet mit dem Finger auf eine kleine Stelle zwischen den Schulgebäuden an der Lunastraße.

Unscheinbar die Umwelt schützen

Dr. Roland Janokovisz ist stolz auf die Erdwärme-Heizung.

 Zu sehen ist nur ein bisschen Wiese und ein Häuflein Erde. "Nein, das ist unser Kompost", erklärt Jankovics. "Die Geothermieanlage ist darunter."

Seit 2003 pumpt das Ernst-Barlach-Gymnasium Wasser in Richtung Erdmittelpunkt. Nicht wirklich weit, aber es reicht, um mit der überschüssigen Wärme nach dem Prinzip "umgekehrter Kühlschrank" den großen Physik-raum und das angrenzende Arbeitszimmer zu beheizen. Insgesamt 120 Quadratmeter Raumfläche. "Das entspricht in etwa einem Einfamilienhaus", betont Jankovics, denn die Anlage sei kein kleines Experiment, sondern solle den Schülern zeigen, dass es wirklich funktioniert mit der Wärme aus der Erde.

Die ist zwar nicht völlig umsonst - das Wasser muss schließlich erst hinab und dann mittels Pumpen vor allem wieder hinauf befördert werden - spart aber im Vergleich zur herkömmlichen Heizung 40 Prozent an CO 2 .

Zwei Kreisläufe

Schulleiter Jankovics steigt einige Treppenstufen hinunter in den Keller des EBG. Hier steht das Herzstück der Anlage und sieht genauso unspektakulär aus, wie die Wiese mit dem Erdhaufen. Zwei Kreisläufe stoßen hier in der unscheinbaren grauen Pumpe zusammen. Der große Kreislauf fällt die 80 Meter hinab ins Erdinnere, der kleine verteilt das erderwärmte Wasser in den Heizkörpern des Physikraums zwei Etagen höher. "Vom Schulträger wurden wir damals verpflichtet, die Anlage so zu konstruieren, dass notfalls mit konventionellen Mitteln nachgeheizt werden kann", sagt Ronald Jankovics, fügt aber gleich hinzu: "Das war bisher noch nicht nötig."

Kostenfaktor

Rechnet sich der Aufwand auch für den Geldbeutel? Der Schulleiter hält sich bedeckt. "Es geht nicht nur um den ökonomischen Aspekt", sagt er. "Das ökologische steht im Vordergrund." Beim CO 2 - Sparen lasse sich nicht immer auch Geld sparen. Zudem gehöre die Geothermieanlage zum umweltfreundlichen Gesamtkonzept des Ernst-Barlach-Gymnasiums, neben z.B. der Photovoltaik-Anlage und werde nicht nur für die Wärmeversorgung, sondern auch als unterrichtliches Anschauungsprojekt genutzt.

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