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Kim Büchter aus Castrop-Rauxel spielt Wasserball

Über Neuseeland zu den Olympischen Spielen

Bladenhorst Die 14-jährige Kim Büchter aus Bladenhorst hat am Rangitoto College in Auckland (Neuseeland) ein Wasserballstipendium erhalten. Untergekommen ist sie dort bei ehemaligen Castrop-Rauxelern. Über Neuseeland will sie ihrem großen Traum näher kommen: die Olympischen Spiele 2024.

Über Neuseeland zu den Olympischen Spielen

Kim Büchter (r.) aus Bladenhorst geht derzeit in Neuseeland ihrem Hobby Wasserball nach. Ihr großes Ziel: die Teilnahme an Olympia 2024.

Über 18.000 Kilometer trennen die Wasserballerin Kim Büchter aktuell von ihrer Heimatstadt Castrop-Rauxel. Hier begann sie ihre Laufbahn zunächst als Schwimmerin beim SC Hellas, ehe sie vor knapp drei Jahren die Sportart wechselte. Dem nassen Element ist sie aber treu geblieben: Als Wasserballerin hat sich Kim Büchter in der Nachbarstadt dem Verein Blau-Weiß Bochum angeschlossen, für das sie in der U15- und U17-Mädchenmannschaft spielt. Zudem gehört sie bereits zum Kader der weiblichen U17-Nationalmannschaft.

Seit Ende Januar geht sie ihrer Leidenschaft nun aber vorerst in Auckland nach. Am dortigen Rangitoto College gehört sie derzeit zum Senior-Mädchenteam, das aus Spielerinnen der Jahrgangsstufen 9 bis 13 besteht. Kim (Jahrgangsstufe 10) gehört zu den jüngeren Spielerinnen. Beim „North Island Secondary School Cup“ – einem Turnier der Schulmannschaften aus dem Norden Neuseelands – hat Kim zusammen mit ihrem Team den vierten Platz geholt.

„Etwas Aufregenderes habe ich bisher noch nicht erlebt“

Das deutlich größere Highlight war aber ein anderes für die Castrop-Rauxelerin: Zusammen mit ihren Mannschaftskolleginnen durfte sie ins 800 Kilometer entfernte Wellington fliegen und dort an den nationalen „New Zealand Secondary School Championships“ teilnehmen. Schon vor dem Abflug nach Wellington zeigte sich die 14-Jährige begeistert: „Im Blazer mit Krawatte mit dem Flugzeug zum Wasserballturnier – cool.“ Und die lange Anreise hat sich gelohnt: Kim Büchter und ihr Team sind mit der Bronze-Medaille heimgekehrt – ein Riesen-Erfolg für die 14-Jährige. „Etwas Aufregenderes habe ich bisher noch nicht erlebt“, freute sich Kim.

Über Neuseeland zu den Olympischen Spielen

Im Blazer mit Krawatte ging es für Kim Büchter (oben, 2.v.r.) zu den „New Zealand Secondary School Championships“ nach Wellington.

Um so erfolgreich zu sein, trainiert Kims Mannschaft sehr viel – häufig auch schon vor dem Unterrichtsbeginn. „Der Trainingsplan ist sehr voll“, berichtet Kim, „zwar ist das Training an sich kürzer, häufig aber effektiver.“ Ihr Trainer, der neuseeländische Nationalspieler David Couper, sagt über die Nachwuchs-Sportlerin: „Kim hat sich zu einem sehr wertvollen Mitglied unseres Teams entwickelt. Ihre Energie und Begeisterung sind sehr wichtig für den Teamgeist.“

Den Schulalltag beschreibt Kim im Vergleich zu ihrer heimischen Schule in Castrop-Rauxel – dem Ernst-Barlach-Gymnasium – als „komplett anders“. An den Schulen in Neuseeland sei es üblich, dass die Kinder Schuluniformen tragen. Zudem seien die Schulen besser ausgestattet. „Das liegt aber auch daran, dass in Neuseeland Schulgeld bezahlt werden muss.“ Ein großer Vorteil seien auch die Trainingsanlagen. „Schwimmbäder, Fitnessräume und Sportplätze sind alle auf dem Schulgelände. Die Wege sind kurz.“

In einem Video stellt sie ihre Schule in Neuseeland vor und spricht über ihr Leben in Auckland:

Und warum hat es Kim ausgerechnet nach Neuseeland verschlagen? „Wir sind Neuseeland als Familie sehr verbunden“, erklärt ihre Mutter, Martina Barg. Neben zahlreichen Reisen dorthin, haben Kims Eltern vor 20 Jahren auch in Auckland geheiratet. Die damaligen Trauzeugen waren die ebenfalls aus Castrop-Rauxel stammenden Markus Fritsch und Shona Manley (ehemalige Squash-Trainerin im Sportforum), die dann 1997 nach Neuseeland ausgewandert sind.

Markus Fritsch, der auch Kims Patenonkel ist und als Musiklehrer am Rangitoto-College arbeitet, hat während seiner Deutschland-Aufenthalte häufiger versucht, Kim von einem Besuch in Neuseeland zu überzeugen. Doch eines sei für sie immer klar gewesen, wie ihre Mutter betont: „Nicht ohne Wasserball.“ Denn Kims langfristiges Ziel bleibt die Teilnahme an Olympia 2024, wenn Deutschland die Qualifikation übersteht.

Das Okay von der Bundestrainerin bekommen

Deshalb hatte Kim auch extra noch Rücksprache mit ihrer U17-Bundestrainerin gehalten. Da auch sie ihr Okay gab, bewarb sich die 14-Jährige mit einem Video für das Sport-Stipendium und wurde angenommen.

Bis Januar 2019 wird Kim, die bei der Familie Fritsch untergekommen ist, nun also in Auckland bleiben und dort weiter hart für ihre ambitionierten Ziele arbeiten.

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