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Tennis: Drei Mann wollen TuS Ickern verlassen

ICKERN Im Tennis stehen ab der Sommersaison 2008 spannende Lokalderbys in der Oberliga an. Nach dem Abstieg aus der Westfalenliga wird der RV Rauxel wieder auf den Rivalen TuS Ickern treffen. Doch die erste Mannschaft des TuS steht dann voraussichtlich ohne drei Stammspieler da.

Tennis: Drei Mann wollen TuS Ickern verlassen

In der Wintersaison 2007/08 werden sie sich ein letztes Mal in diesen Formationen gegenüberstehen: (v.l.) Philipp Dresewski, Ron Hinzmann, Tero Vilen, Christopher Bodemeier, Florian Nieberg, Christoph Ambrozy vom RV Rauxel sowie Emil Hnat, Jens-Hendrik Hörmann, Nicolai Hannig und Marcel Walkowiak vom TuS Ickern.

"Marcel Walkowiak und ich werden vor der Sommersaison zum TC Blau-Weiß Soest wechseln", erklärte Jens-Hendrik Hörmann am Dienstag (16. Oktober) auf RN-Anfrage. Und Niko Hannig hätte schon beim TV Altlünen unterschrieben.

Hörmann: "Der Vorstand weiß Bescheid. Das ist alles fair gelaufen. Wir sind beim TuS groß geworden. Da hat sich natürlich eine vertraute Beziehung aufgebaut."

Und die Gründe für den Wechsel des Trios macht Hörmann auch an dem Stichwort "Vertrauen" fest. Denn in Abteilungsleiter Eberhard Mikus, der "auch auf ausländische Spieler baute, um wettbewerbsfähig zu bleiben", sei der Mentor von Hörmann und Co. zurückgetreten. Der Verein würde jetzt auf die eigene Jugend setzen.

"Mit ausländischen Spielen würden wir um den Aufstieg spielen, ohne geht's gegen den Abstieg", fehlt für Hörmann der sportliche Ehrgeiz am Kattenstätter Busch. Der Wechsel ist die Konsequenz: "Wir haben nicht nur rechts und links geschaut, sondern den Schritt diesmal gemacht."

Heiko Sobbe zeigte sich enttäuscht

Geschäftsführer Heiko Sobbe zeigte sich enttäuscht von der Entscheidung seiner Spieler: "Klar ist da alles fair verlaufen, die spielen schließlich schon alle viele Jahre hier bei uns." Sobbe hinterfragte aber auch den Kosten-Nutzen-Faktor beim TuS Ickern. "Was bringt es uns auf Dauer immer mit ausländischen Spielern anzutreten. Unser Geld können wir sinnvoller nutzen."

Ein erneuter Kraftakt mit rumänischen Spielern um in die Westfalenliga aufzusteigen mache keinen Sinn, wenn die Leistungen nicht aus den eigenen Reihen kommen würden.

"Die Jungs müssen auch mal ihre Leistungen hinterfragen", sagt Sobbe. Hörmann werde beim mehrmaligen Westfalenmeister in Soest nur auf den unteren Positionen spielen, Walkowiak gar nicht, glaubt er. Und Hannig werde in Altlünen auch nur in der Ruhr-Lippe-Liga aufschlagen, zwei Klassen tiefer als bisher. "Dafür kriegen die dann Geld. Bei uns gibt es das nicht."

Ruhr Nachrichten überraschten Routinier mit der Neuigkeit

Routinier Emil Hnat war von den fortgeschrittenen Wechselabsichten ziemlich überrascht, stellte aber schon gedanklich eine mögliche erste Mannschaft im Sommer auf: "Dann spiele ich eben mit dem Philipp Karwasz, Jan Jung und Daniel Strehlau."

Doch auch hier besteht für den TuS-Vorstand noch Klärungsbedarf. Zumindest Karwasz weiß noch nicht, wo er im Sommer spielen wird: "Ich wollte das mit den Verantwortlichen besprechen." Entwarnende Worte dagegen von Jung: "Ich wollte schon beim TuS weiter spielen. Der Philipp auch, denke ich." Das kläre sich alles in den nächsten Tagen.

Noch mehr zum Thema Tennis lesen Sie in einem Blickpunkt in der Mittwochsausgabe unserer Zeitung.

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