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«So etwas ist für alle ein Schreck»

Castrop-Rauxel Letztlich sei sie sprachlos, sagt Schulleiterin Gudrun Höhle. Natürlich, auch an der Willy-Brandt-Gesamtschule wurde trotz des Zeugnis-Trubels über das Porno-Video gesprochen.

Wie gestern berichtet, haben eine 14-Jährige, ein über 14-Jähriger und ein angeblich erst zwölf Jahre alter Schüler dieses Video, das die drei Minderjährigen bei Sexspielen zeigt, mit dem Handy aufgenommen. Das Filmchen wurde danach per Handy und via Internet an zig Schüler verschickt.

Ob es an der Brandt-Gesamtschule weiteren Gesprächsbedarf gibt, will Gudrun Höhle (Foto oben) nach den Sommerferien im Kollegium klären.

Peter Brauckmann, Leiter der Franz-Hillebrand-Hauptschule, will sich zum Fall nicht äußern. Einer der Schüler besucht seine Schule. Er betont: «Wir wollen diese Geschichte sorgfältig nach den Ferien aufarbeiten.» Sicherlich richtig sei es, dass Schule wie Eltern noch genauer hingucken müssten. Auch auf die Blickweise von Jugendlichen, die «irgendwelchen Schrott im TV» sähen und dies für bare Münze nähmen.

Wilfried Middeke (Foto Mitte), Schulleiter des Adalbert-Stifter-Gymnasiums, war erst vor kurzer Zeit mit einem Internet-Portal konfrontiert, in dem es um sexistische Äußerungen gegenüber einer Kollegin ging. Er erklärte: «Dieser öffentliche Umgang mit Sexualität und der Intimsphäre ist erschreckend.» In der demnächst neu aufgelegten Hausordnung des ASG sollen jetzt die Persönlichkeitsrechte zementiert werden.

Die Erste Beigeordnete Petra Glöß (Foto unten), auch Schuldezernentin, erklärte: «So etwas ist natürlich für alle ein Schreck.» Man müsse sich angesichts der ständigen Präsenz von Sexualität fragen, wie man darauf pädagogisch einzugehen habe. «Biologisch und technisch klappt die Aufklärung sicher hervorragend, aber die emotionale Seite kommt vielleicht zu kurz.» Erschwerend komme hinzu, dass Jugendliche erste sexuelle Erfahrungen immer früher sammelten. Die Frage sei, wie man mit der natürlichen Sexualentwicklung umgehe. Petra Glöß: «Der Arbeitskreis Jugend und Schule des Jugendhilfeausschusses wird sich um das Thema kümmern.» abi

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