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Premiere für neues WLT-Jugendstück

Schillers Wilhelm Tell kommt in Game-of-Thrones-Optik

Castrop-Rauxel Schillers Werk ist ein Klassiker. Das neue WLT-Jugendtheater-Stück „Wilhelm Tell“ kommt auch in alter Sprache daher – aber in einer Optik, die an eine extrem beliebte TV-Serie erinnern soll.

Schillers Wilhelm Tell kommt in Game-of-Thrones-Optik

Auf der Jugend-Probebühne im neuen WLT-Zentrum arbeiten sie seit Wochen hart am Wilhelm Tell (v.l.): Jan Westphal, Julius Schleheck, Ina-Lene Dinse, Johanna Pollet und Banar Fadil fiebern der Premiere am Sonntag entgegen Foto: Volker Beushausen

In der Schweiz kennt jeder die Erzählung rund um Wilhelm Tell und den Rütlischwur. Doch auch hierzulande wird Schillers Werk aus dem frühen 19. Jahrhundert im Deutschunterricht besprochen, wenn es um die Analyse eines klassischen Dramas geht. Das Westfälische Landestheater bringt „Wilhelm Tell“ nun für Jugendliche ab 13 Jahren auf die Bühne. Premiere feiert die Produktion in der Regie von Peter Adrian E. Krahl am Sonntag, 15. April um 18 Uhr im WLT-Studio.

„Das WLT trat mit dem Wunsch einer für Schülerinnen und Schüler der 8. bis 10. Klasse verständlichen und spannenden Inszenierung des Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell an mich heran“, erzählt der Regisseur. „Ich denke, das ist uns gelungen.“

Interessierte Lehrer können sich für weitere Infos und den Besuch einer Vorstellung an Kathrin Kleine-Onnebrink von der WLT-Theaterpädagogik) wenden: Tel. (02305) 97 80 56 oder kleine-onnebrink@westfaelisches-landestheater.de.

Für die Premiere am 15. April um 18 Uhr sind noch Karten zum Preis von 20 Euro (ermäßigt 16 Euro) an der Theaterkasse erhältlich.

Reservierung bei Vanessa Meiritz unter Tel. (02305) 97 80 20 oder per Mail an: meiritz@westfaelisches-landestheater.de.

In dem Jugendstück wurde die Originalsprache Schillers beibehalten; darin sieht Dramaturgin Sabrina Ullrich aber kein Problem: „Die Sprache gehört unumstritten zu dem Werk dazu. Unser Ensemble beschäftigt sich in der kompletten Probenzeit mit dem nicht ganz einfachen Vokabular. Wenn die Darsteller verstehen, was sie sagen, überträgt sich das auch auf unser junges Publikum.“

Reduzierung der Handlung auf drei Linien

Die Handlung ist in der WLT-Inszenierung auf die drei wichtigsten Aspekte reduziert. Im Fokus stehen die Heldengeschichte um Wilhelm Tell, die Liebesgeschichte zwischen Berta und Rudenz sowie die politische Situation zwischen der Schweiz und Österreich. „In erster Linie erzählen wir eine Abenteuergeschichte, mit der wir die Schüler zum Nachdenken anregen, warum Tell überhaupt zu einem Helden wird“, so Peter Adrian E. Krahl. „In der Vorbereitung mit den Schulklassen haben wir gesehen, dass das Heldenthema eine große Rolle bei den Jugendlichen spielt. Mit unserer Inszenierung wollen wir aber keine bloße Lektürehilfe sein. Vielmehr möchten wir zeigen, was Theater kann: Den Stoff sinnlich umsetzen.“

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Sabrina Ullrich ergänzt: „Neben dem hohen Wiedererkennungswert können die Schüler einen anderen Blick auf das Werk werfen.“ Die Jugendlichen werden anhand der aufwendig gestalteten Kostüme von Ausstatter Laurentiu Tuturuga, die sich an der Ästhetik der Serie „Game of Thrones“ orientieren, in die Zeit des Mittelalters versetzt.

Das variable Bühnenbild ermöglicht es, die Handlung auf der Bühne selbst an verschiedenen Orten spielen zu lassen. Auch der politische Konflikt zwischen der Schweiz und Österreich wird anhand von Farbspielen im Bühnenbild zu erkennen sein.

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