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Pilotprojekt lernt laufen

CASTROP Die Bewohner in Altenheimen bekommen ganz sicher die richtigen Medikamente und die Pflegekräfte werden entlastet. Der Castroper Apotheker Detlef Steinweg hat dies mit seinem Pilotprojekt der automatischen Arzneimittel-Verpackung bewiesen. Jetzt muss er sich am Markt behaupten.

Pilotprojekt lernt laufen

Der Rat tagt diesmal auch in den Sommerferien: Am 8. Juli um 9 Uhr.

Zum Ende des von der Europäischen Union und dem Land NRW 2005 gestarteten und geförderten Projektes lud Steinweg Vertreter von Altenheimen, Pflegediensten, Apotheken und Krankenkassen in den Ratssaal ein, um die Ergebnisse seiner Innovation vorzutragen. Wie Smarties verpackt er die Pillen maschinell in kleine Tütchen. Die Pflegekräfte in den Altenheimen müssen diese quasi nur noch verteilen und haben so deutlich weniger Bearbeitungsaufwand.

100 Prozent Zuverlässigkeit

Mit 14 Altenheimen und auch einigen ambulanten Pflegediensten hat die Steinweg Medical die Pilotarbeit gemacht. "Bei allen herrscht große Zufriedenheit und sie setzen alle auch nach dem Ende des Pilotprojekts auf unsere Verblisterung", stellt Detlef Steinweg fest. Sein System, das betont er, arbeite fehlerfrei. "Schon bei nur 99,9 Prozent Sicherheit würde keiner auf uns bauen. Bei 100 000 Tütchen wären dann 100 fehlerhaft. Das wäre fatal. Wir hatten im September jetzt zehn Fehler auf 120 000 Tüten - und diese wurden in der Endkontrolle noch ausgemerzt, so dass alle Patienten richtig versorgt wurden", schildert Detlef Steinweg.

"Wir halten durch"

Damit seine neue Firma nun allein laufen lernt, ist eine spezielle Regelung in der für das erste Halbjahr 2008 angekündigte Gesundheitsreform unabdingbar. Die Einsparungen, die Steinwegs Innovation für die Krankenkassen bringt, soll nicht zu Budgetkürzungen und damit zu Entlassungen von Pflegekräften führen. "Die Heime möchten natürlich die gewonnene Zeit für die Pflege ihrer Bewohner einsetzen. Die Frage ist, wer das bezahlt", so Steinweg. Er will auf jeden Fall nicht abwarten, bis das entschieden ist, sondern weitermachen. "Das ist nicht einfach, aber wir halten durch", sagt er.

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