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Parkschein per Handy

CASTROP Mit dem Handy sollen Autofahrer künftig ihre Parkgebühren bezahlen können. Für den Altstadtmarkt plant die Verwaltung ein entsprechendes Pilotprojekt.

Parkschein per Handy

Parkgebühren per Handy bezahlen?

"Eine Software-Firma ist an uns herangetreten und bietet uns diese Möglichkeit an", sagt Ordnungsamtsleiter Manfred Koert. Funktionieren soll das "Handyparken" so: der Autofahrer wählt eine an dem Parkplatz-Schild angegebene fünfstellige Nummer und kann dann seine gewünschte Parkdauer angeben. Den Politessen wird auf einem Spezialgerät das Autokennzeichen angezeigt. Abgerechnet werden die Parkgebühren schließlich über die Handy-Rechnung.

Parkzeit verlängern

"Das ist sicherlich eine Vereinfachung für den Kunden. Er kann so zum Beispiel aus dem Wartezimmer heraus seine Parkzeit verlängern", findet Manfred Koert das Angebot, das derzeit in der Verwaltung geprüft wird, sehr interessant. Infrage kommt es allerdings nur für den Marktplatz, wo pro Stunde ein Euro bezahlt werden muss. Alle anderen Parkplätze in der Altstadt sind bekanntlich deutlich günstiger. "Für ein paar Cent lohnt sich dann einfach die Handygebühr nicht", so Koert.

Viel Ärger mit Knöllchen

Ob er mit der Einführung des "Handyparkens" künftig weniger Knöllchen-Ärger bekommen wird, ist eine ganz andere Frage. "Zurzeit", stellt Manfred Koert gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Beisenherz fest, "nehmen die Beschwerden zu." Dabei, so erklären die beiden, gehe die Verwaltung nie lieblos mit Bürgern um. "Wir versuchen durch die Überwachung des ruhenden Verkehrs für mehr Sicherheit zu sorgen", erklärt Koert. Eine halbtags eingesetzt Politesse beobachte zum Beispiel ausschließlich Schulwege und das Umfeld von Kindergärten. "Hier ist ganz wichtig, dass die Verbotszonen frei bleiben und die Kinder so von den Autofahrern gesehen werden", betont Koert.  

300000 Euro Einnahmen

Das städtische Ordnungsamt nimmt Jahr für Jahr rund 300 000 Euro an Verwarn- und Bußgeldern ein. Im Einsatz sind derzeit zwei Vollzeit- und drei Halbtags-Politessen. Überwacht werden nicht nur bewirtschaftete Parkplätze, sondern unter anderem auch Feuerwehrzufahrten in Wohnsiedlungen.

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