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Nach der Ausbildung wieder auf Jobsuche

Castrop-Rauxel Um 37 Personen hat sich die Zahl der Arbeitslosen in Castrop-Rauxel geringfügig erhöht.

Während die Regierungspolitiker in Düsseldorf sich über «die niedrigste Arbeitslosigkeit in NRW seit Dezember 2002» freuen, schwimmt die Europastadt wieder etwas gegen den Trend. Eine verhältnismäßig hohe Zahl von Auszubildenden, die sich nach der Lehre jetzt arbeitslos melden mussten, macht die hiesige Agentur für Arbeit für den leichten Anstieg der Arbeitslosenquote von 12,2 auf 12,3 Prozent verantwortlich. Von den 625 Männern und Frauen, die sich im Juni insgesamt arbeitslos meldeten, so hieß es gestern, seien 127 junge Menschen am Ende der Ausbildung gewesen.

Zu wenig Fachkräfte

Dass die derzeit gute Konjunktur aber auch in Castrop-Rauxel durchschlägt, zeigt das verbesserte Stellenangebot. 118 offene Stellen wurden der Agentur im Juni neu gemeldet. Dabei handelte es sich vornehmlich nicht um kleinere Jobs, sondern in 102 Fällen um sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Vor einem Jahr waren von 96 Stellenangeboten nur 65 Stellen sozialversicherungspflichtig.

Mit Sorge beobachtet man bei der Agentur für Arbeit den wachsenden Fachkräftemangel im gewerblich-technischen Bereich. Während die 2741 Arbeitslosen, die als Warenkaufleute oder Büroangestellte in Dienstleistungsberufe streben, nur schwer zu vermitteln sind, finden sich für die reichlich vorhandenen Stellenangebote im Metallbereich kaum geeignete Bewerber. Die Branche freut sich derzeit über eine gute Auftragslage, hat aber in der Vergangenheit, so heißt es seitens der Arbeitsagentur, wohl nicht genügend Fachkräfte ausgebildet. Dies räche sich jetzt.

Vor diesem Hintergrund rief gestern auch NRW-Arbeitsminister Laumann die Unternehmen auf, «sich nochmals Gedanken über ihre Ausbildungsleistung zu machen.» Fachkräfte würden rar und Lehrstellen fehlten dringend. pwu

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