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Musikalische Rundreise

CASTROP In knapp zwei Stunden durch Deutschlands 16 Bundesländer - das muss dem Kolpingchor Castrop-Rauxel Zentral erstmal jemand nachmachen.

Musikalische Rundreise

Die Sängerinnen und Sänger des Kolpingchores nahmen ihre Gäste in der großen ASG-Aula mit auf eine musikalische Deutschlandsreise.

Die etwa vierzig gut gelaunten Sängerinnen und Sänger nahmen ihre weit über zweihundert Gäste am Sonntagabend in der Aula des Adalbert-Stifter-Gymnasiums mit auf eine musikalische Tournee und machten halt in allen Bereichen unseres Landes. Die Besucher bekamen einen Eindruck davon, wie vielfältig Deutschland klingt. Moderiert wurde der Abend wie schon so oft äußerst humorvoll von Christian Ribbe.

Volkslieder

Unter der Leitung von Hans Bruhn und begleitet vom Salon Orchester Cantabile präsentierte der beliebte Chor bekannte Volkslieder aus allen Teilen des Landes. Dabei überzeugten sie allesamt durch bemerkenswerte Dynamik, Stimmung und Artikulation und erfreuten die Gäste zudem mit Liedern, die sie an ihre Vergangenheit erinnerte. Bereits für das erste Stück - "Die Leineweber" in einem Satz von August Blank - ernteten sie riesigen Applaus. Wenn man die Augen schloss, konnte man sich tatsächlich die eifrigen, hessischen Handarbeiter vorstellen, denn die Melodieführung und der Klangteppich aus Unterstimmen und Instrumentalbegleitung ahmten auch rhythmisch die schaukelnde Bewegung eines Webstuhls nach.

Ausgezeichnet war auch die Interpretation des bayrischen Stücks "Der hat vergeben" aus dem Augsburger "Tafelkonfekt": Stimmgewaltig und harmonisch einwandfrei meisterten die Sängerinnen und Sänger des Kolpingchores den anspruchsvollen Chorsatz.

Glockenhell

Doch nicht nur der Chor brillierte. Auch die Gesangssolisten und das Orchester - bestehend aus Martin Rübenstahl-Schmidt (Violine), Lothar Przybyl (Klavier) und Christian Ribbe (Bass) - trugen einiges zum Gelingen des Konzertes bei. Glockenhell und klar trug Sopranistin Valerie Bruhn, Ehefrau des Dirigenten, Johannes Brahms' "Trennung" vor. Reinhard Titz begeisterte mit Schuberts "Der Lindenbaum" und Krannigs "Friesenlied". Der nicht enden wollende Beifall und die stehenden Ovationen am Ende des Konzertes waren ein Dankeschön an alle Musiker nicht nur für den schönen Abend, sondern auch für die kreative Konzert-Idee. Man kann gespannt sein, was der Kolpingchor das nächste Mal wieder auf die Beine stellen wird.

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