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Interview mit Torschützenkönig Sebastian Purchla

„Ich bin immer mit Herz und Leidenschaft dabei“

Castrop-Rauxel Der Castrop-Rauxeler Torschützenkönig Sebastian Purchla bestreitet am kommenden Sonntag sein vorerst letztes Fußballspiel. Er will aufhören.

„Ich bin immer mit Herz und Leidenschaft dabei“

Sebastian Purchla (l.) vom FC Castrop-Rauxel, dem Meister der Kreisliga B, führt derzeit mit 61 Toren die Castrop-Rauxeler Torschützenliste an und wird von seinen Verfolgern höchstwahrscheinlich nicht mehr eingeholt. Foto: Volker Engel

Sebastian Purchla, Goalgetter der Kreisliga B-Fußballer des FC Castrop-Rauxel, steht vorzeitig als Torschützenkönig fest. Im Interview berichtet der 29-Jährige, welchen Stellenwert das für ihn hat.

Herr Purchla, Sie stehen mit Ihrem Team als Meister fest. Am Montag gab es eine unerwartete 2:3-Niederlage gegen den VfB Börnig II. Ist die Luft ein wenig raus?

Das würde ich so nicht sagen. Unser Gegner war sehr zweikampfstark und konnte läuferisch mithalten. Zudem mussten Seref Cakir, Tommy Kantzke und ich verletzt ausgewechselt werden. Das hat uns geschwächt.

Welcher Moment wird Ihnen von dieser Saison in Erinnerung bleiben?

Definitiv das Spiel beim SC Pantringshof. Weil das Fluchtlicht ausgefallen ist, wurde die Partie beim Stand von 0:0 abgebrochen. Das kam uns ehrlich gesagt auch zu Gute, weil der Gegner so stark war und wir Probleme mit dem Ascheplatz hatten.

Bei fast allen Spielen ist Ihr Vater dabei, der einst für Obercastrop aktiv war. Was hat er an Ihrem Spiel am häufigsten kritisiert?

Das ist wohl meine Chancenverwertung. Ich erspiele mir viele Situationen, aus denen auch kein Tor entsteht.

Und welcher Tipp von ihm hat Sie als Spieler am meisten vorangebracht?

Das ist ein Tipp, den ich auf allen Lebenswegen anwende. Wenn ich etwas anfange, soll ich mit Herz und Leidenschaft dabei sein. Das habe ich verinnerlicht.

Mit 61 Toren werden Sie diese Saison wohl zum dritten Mal der beste Castrop-Rauxeler Torschütze sein. Was bedeutet Ihnen das?

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass mir das nichts bedeutet. Als Stürmer ist es aber in erster Linie meine Aufgabe, der Mannschaft mit meinen Treffern zu helfen. Deshalb freue ich mich, weil ich mit meinen Toren zum Titelgewinn beitragen konnte. Wenn es mir nur um Bestätigung gehen würde, könnte ich auch eine Einzelsportart betreiben.

Wer hat Ihnen die meisten Treffer aufgelegt?

Sehr viele Tore hat Michael Dschaak vorbereitet, der sticht auf jeden Fall heraus.

Wie würden Sie Ihr Zusammenspiel beschreiben?

Wir ergänzen uns auf dem Spielfeld perfekt. Man könnte sagen: wie ein Paar Schuhe. Und weil es zwischenmenschlich so gut passt, macht es einfach nur Spaß, mit ihm auf dem Platz zu stehen.

Als Stürmer könnten Sie kaum erfolgreicher sein. Trotzdem hören Sie nach der Saison auf. Wie kommt das?

Leider ist die Zeit, die man hat, begrenzt. Und in dieser Saison hat mir einfach die Zeit mit meiner kleinen Tochter gefehlt, vor allem sonntags. Hinzu kommt, dass ich beruflich aufgestiegen bin. Weil ich nicht halbherzig Fußball spielen möchte, setze ich jetzt andere Prioritäten.

Hat Ihr Trainer Robert Ayensu-Ayisi nicht versucht, Sie zum Bleiben zu überreden?

Doch, das hat er. Aber ich bin ein sehr geradliniger Mensch. Wenn ich eine Entscheidung getroffen habe, bin ich kaum davon abzubringen.

Und was sagt Ihr Sturmpartner Michael Dschaak dazu?

Er fand es sehr schade, hat die Entscheidung aber respektiert. Und dann gleich hinzugefügt: Ab jetzt leg‘ ich Dir noch einen mehr auf. In den folgenden Spielen hat das auch gut geklappt (lacht).

Wie blicken Sie Ihrem vorerst letzten Spiel entgegen?

Ich bin voller Vorfreude, aber zugleich ein wenig traurig. Traurig deshalb, weil das Fußballspielen immer ein Hauptbestandteil meines Lebens war. Ich freue mich aber auch über die neu gewonnene Zeit, die ich nun anders nutzen kann. Am liebsten würde ich mich natürlich mit dem einen oder anderen Treffer verabschieden.

Der heute 29-jährige Sebastian Purchla hat das Fußball spielen in Obercastrop gelernt, wo sein Vater kickte.

In seiner Jugend-Zeit waren der SV Dingen und der VfB Habinghorst die weiteren Stationen.

Nach drei Jahren bei den Habinghorster Senioren ging es zum FC Erkenschwick, mit dem Purchla in die Bezirksliga aufstieg. Es folgten die Stationen FC/JS Hillerheide (Bezirksliga), ehe es zurück zum VfB sowie zur SG Castrop ging.

Seit der Rückrunde 2016/17 spielt Sebastian Purchla für den FC Castrop-Rauxel.

Die Castrop-Rauxeler Torjägerliste führt er aktuell mit 61 Treffern und gewann diese Wertung in den Saisons 2014/15 (33 Tore) sowie 2015/16 (25).

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