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Frauen verschaffen sich Zutritt zur Wohnung und bestehlen 87-Jährige

Trickbetrug

Mit einem perfiden Trick haben sich zwei Frauen Zutritt zur Wohnung einer 87-Jährigen verschafft. Während die eine die Seniorin ablenkte, ging die andere auf Diebestour durch die Wohnung.

Castrop-Rauxel

von Ann-Kathrin Gumpert

, 21.06.2018
Frauen verschaffen sich Zutritt zur Wohnung und bestehlen 87-Jährige

Die Polizei warnt vor Trickbetrügern, die derzeit in Castrop-Rauxel unterwegs sind. © picture alliance / dpa

Es ist schon der zweite Betrug in dieser Woche, bei dem es die Täter gezielt auf Senioren abgesehen hatten. Erst am Montag war eine ältere Frau im Stadtteil Bladenhorst auf den sogenannten Enkeltrick hereingefallen und übergab einer jungen Frau Bargeld. Am Mittwoch versuchten es Betrüger erneut, diesmal mit einer anderen, aber auch ziemlich perfiden Masche.

Dabei ist eine 87-Jährige aus Dorf Rauxel Opfer von zwei Trickbetrügerinnen geworden. Gegen 13.30 Uhr klingelten die Frauen an der Wohnungstür der Seniorin am Hangweg. Sie gaben an, sich für eine Wohnung dort zu interessieren und würden sich gerne mal eine „Vergleichswohnung“ anschauen. Dazu hätten sie sich die Wohnung der Seniorin ausgeguckt. Die 87-Jährige ließ die beiden Frauen in die Wohnung. Während das Opfer mit der einen Frau durch ihre Wohnung ging, schaute sich die andere Frau laut Polizei „auf eigene Faust“ um. Als die beiden Frauen weg waren, bemerkte die Seniorin, dass Goldschmuck und Bargeld aus ihrer Wohnung fehlten.

Fahrer wartete

Ein aufmerksamer Nachbar hatte die beiden Frauen aus dem Haus gehen sehen. Sie seien in einen schwarzen Kombi eingestiegen, der vor dem Haus parkte, sagte er bei der Polizei aus. Ein Fahrer habe auf sie gewartet. Außerdem fiel dem Zeugen ein Mann auf, der möglicherweise vor dem Haus „Schmiere“ stand. Ob der Mann aber tatsächlich etwas mit dem Fall zu tun hat oder nur zufällig vor Ort war, ist unklar. Er wird wie folgt beschrieben: etwa 40 Jahre alt, korpulent, bekleidet mit einer kurzen Hose, einem Langarm-Shirt und einer grauen Weste. Die Kleidung sei im „Militär-Stil“ gewesen. Außerdem trug der Mann eine Sonnenbrille.

Die beiden mutmaßlichen Trickbetrügerinnen werden wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 25 Jahre alt, korpulente Figur, lange schwarze Haare, dunkle Kleidung, Leggings, Sonnenbrille. Die beiden Frauen sollen gebrochen deutsch gesprochen haben. Eine Beschreibung des Autofahrers ist nicht vorhanden.

Maschen sind sehr vielfältig

Der Polizei ist der Trick nicht neu. „Die Maschen der Betrüger sind aber sehr vielfältig“, sagt Polizeisprecher Michael Franz. Die Täter seien sehr einfallsreich und versuchten zunächst, sich das Vertrauen der potenziellen Opfer zu erschleichen.

Grundsätzlich rät die Polizei natürlich dazu, wildfremde Menschen nicht einfach so in die Wohnung zu lassen. „Eine Sperrkette oder ein Sperrriegel sind in solchen Fällen auch sehr nützlich“, sagt Franz. „So kann sich keiner an einem vorbeidrängen und man hat automatisch einen gewissen Abstand gewahrt.“ Gerade ältere Menschen könnten sich ja häufig nicht mehr körperlich wehren. Das wissen die Täter und nutzen das aus. „Durch den Spalt kann man sich noch unterhalten und fragen, was derjenige an der Tür möchte“, rät Franz.

Wer Angaben zu den Täterinnen oder dem Fahrer machen kann, meldet sich beim zuständigen Kriminalkommissariat unter Tel. (0800) 2 36 11 11.
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