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Chor beschenkte seine Gäste

RAUXEL „Vom Umtausch ausgeschlossen.“ Wie ärgerlich, wenn es zu Weihnachten der grüne und nicht der heiß begehrte rote Pullover geworden ist, statt eines Rings nur eine unverbindliche Halskette. Es gibt allerdings Probleme in dieser Welt, die weitaus wichtiger sind.

Chor beschenkte seine Gäste

Der St. Paul´s Choir hatte zum Konzert in die Pauluskirche eingeladen.

Darauf machte am Samstag der St. Paul's Choir unter Leitung von Sonja und Michael Heese, unterstützt von Nils Aders (Keyboard) und André Grauer (Schlagzeug), seine Gäste in der vollen Paulus-Kirche aufmerksam. Und beschenkte die Gäste zugleich mehrfach: Nicht nur musikalisch, sondern auch gedanklich und sogar materiell.

Jeder Zuhörer erhielt zu Beginn des Weihnachtskonzerts ein nummeriertes Puzzleteil. „Ein Stück Welt“ war darauf zu erahnen. Nach „Stop the cavalry“ von Jona Lewie, das mit Trompete und Orgel schon fast heiter gegen Krieg demonstriert, reichte der Chor die Erklärung für das Puzzleteil nach: Im Losverfahren wurden Zahlen aufgerufen, die zwangsläufig Konzertbesucher auf die Bühne holten, um hier ein Lebkuchenherz in Empfang nehmen zu dürfen.

Beim Stück „Mission“ der Gruppe Rush beeindruckte besonders André Grauer am Schlagzeug, der in dem Titel aufregende Akzente setzte. Weiter ging es mit „Life is for living“ von Barclay James Harvest. Auch dabei handelt es sich um einen eher heiteren, friedlich vermittelten Protest gegen Unterdrückung und Kommerz, den der Chor mit hervorragendem Gesang umzusetzen wusste. Etwas ernster machten die Sängerinnen und Sänger mit „If anyone cared“ von Nickelback auf Missstände in unserer Welt aufmerksam In der zweiten Hälfte des Konzerts blitzte ab und an auch musikalisch ein wenig „Christmas“ auf: Mit „We three kings of orient are“ und „Children go where I send thee“ zauberte der Chor Weihnachtsgefühle herbei.

Nach weiteren Losnummern, Geschenken und Konzerttiteln verabschiedete sich der außergewöhnliche Chor mit „Do they know it's Christmas time“ von Band Aid. Damals schon ein aufrüttelnder Hit, führte er auch in der Pauluskirche das Publikum zur Begeisterung. Die Lebkuchenherzen gab es anschließend im Kirchenvorraum auch zu kaufen, ein Teil des Erlöses war für die in Äthiopien aktive Hilfsorganisation „Menschen für Menschen“ bestimmt.

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