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200 000 Euro für einen Kunstrasen?

HABINGHORST Träumen ist erlaubt - vor allem offenbar, wenn die Zukunft des eigenen sportlichen Domizils auf dem Spiel steht. Wie etwa beim VfB Habinghorst, der nach Plänen der Stadtverwaltung künftig eine neue Heimstatt am Gänsebusch finden soll.

200 000 Euro für einen Kunstrasen?

Ralf Wilde: Für rund 200.000 Euro könne man einen Kunstrasen auf dem Areal der Recklinghäuser Straße verlegen.

Weshalb im VfB-Clubheim in der altehrwürdigen "Kampfbahn Habichthorst", bei einer Sitzung des Fußball-Landesligisten gemeinsam mit Bürgermeister Johannes Beisenherz und Ulrich Romahn, dem Vorsitzenden des Stadtsportverbandes (SSV), die kühnen Visionen ins Kraut schossen.

Doch an Gänsebusch?

Für rund 200 000 Euro, berichtete der VfB-Vorsitzende Ralf Wilde, könne man einen Kunstrasen auf dem Areal an der Recklinghauser Straße verlegen. Eine Investition, die der Verein selbst stemmen müsste. Wilde gab sich realistisch, auch wenn die ersten Mitglieder noch während der Sitzung das erste Geld für das Projekt spenden wollten: "Das würde unseren Kostenrahmen sprengen; da bliebe für andere Dinge kein Spielraum mehr."

Viele andere Möglichkeiten sieht Wilde indes nicht, um auf das mögliche "Aus" der Kampfbahn Habichthorst zu reagieren. Also doch ein Umzug an den Gänsebusch? "Nur, wenn dort zwei komplette Kunstrasenplätze für die dann beiden Vereine gebaut würden", betonte er. Die zuletzt diskutierte kleine Lösung mit einem Wettkampfplatz und einem Trainingsplatz lehnt er ab: "Das geht nicht, schon allein wegen der großen Anzahl an Mannschaften in beiden Vereinen."

Wildes eigener Traum von der künftigen Heimat seines Vereins sieht ganz anders aus: Er würde sich über einen sanierten Rasenplatz im "Habichthorst" freuen, und nebendran, auf dem Nordlager, über einen Trainingsplatz mit Kunstrasenbelag.

Gesprächs-Marathon

Bürgermeister Beisenherz verteidigte übrigens während der Sitzung sein Wahlkampfversprechen, den VfB-Platz an seinem Standort erhalten und sanieren zu wollen. Beisenherz stehe immer noch zu seinen alten Aussagen, berichtete Wilde, er hätte allerdings betont, dass sich seither die gesetzlichen Bestimmung in Sachen Lärm- und Lichtbelästigung der Nachbarschaft verändert hätten.

Unterdessen scheinen Stadtverwaltung, Politik und SSV in der nächsten, knappen Zeit bis zur einer möglichen Abstimmung in Sachen Sportplätzen Ende November/Anfang Dezember die Gespräche mit den betroffenen Vereinen im Schnellverfahren nachholen zu wollen: Für Dienstag, 30. Oktober, haben sich Stadtverwaltung und SPD mit VfB Habinghorst und Victoria Habinghorst verabredet. Tags darauf sind Rathaus-Vertreter und der Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe (SPD) bei Eintracht Ickern angesagt. Und am Dienstag, 6. November, will sich dann der SSV mit den beiden Habinghorster Fußball-Clubs beraten.

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