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Fanfaren Flammen Feuerwerk in der Diskussion

„FFF“ am Ahauser Schloss steht auf der Kippe

„Fanfaren Flammen Feuerwerk“ ist seit vielen Jahren Abschluss des Mantelsonntags. Über die Zukunft dieser Veranstaltung wird intern diskutiert.

Ahaus

von Christian Boedding

, 05.06.2018
Fanfaren Flammen Feuerwerk in der Diskussion

Eine fulminante Feuershow und ein großes Feuerwerk am Schloss – die Traditionsveranstaltung „Fanfaren Flammen Feuerwerk“ steht auf der Kippe. © Foto Kip-Pic

Fanfaren Flammen Feuerwerk – das ist eine Traditionsveranstaltung in Ahaus. Seit 1951 gibt es Musik und Feuerwerk am Schloss. Seit vielen Jahren ist „FFF“ der Abschluss des Mantelsonntags. In diesem Jahr wäre das am 7. Oktober. Wäre – denn aktuell wird intern diskutiert, ob das Feuerwerk vom Mantelsonntag gelöst und mit einem anderen Anlass verknüpft wird.

Die Organisation von „FFF“ obliegt Ahaus Marketing und Touristik (AMT). Im Gesellschafterausschuss von AMT sind der Gewerbeverein Ahaus, der Ahaus e.V. und die Stadt Ahaus vertreten. Das Gremium bespricht die Jahresplanung und entscheidet darüber.

Auf Anfrage erklärte Bürgermeisterin Karola Voß, selbst Mitglied des Gremiums, am Montag in einer schriftlichen Stellungnahme: „Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und werbewirksamer Gründe ist überlegt worden, das Feuerwerk am Mantelsonntag entfallen zu lassen.“ Das teilte sie am Montagabend auch in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses mit. Doch nicht nur auf das Feuerwerk könnte verzichtet werden. Vorstellbar ist für die Verantwortlichen, gleich die komplette Abendveranstaltung „FFF“ aufzugeben. Das erklärte die Bürgermeisterin auf Nachfrage der Münsterland Zeitung.

„Begleitprogramm“

Dabei habe es erste Überlegungen gegeben, den Mantelsonntag „am Nachmittag mit einem attraktiven Begleitprogramm zu stärken und das Feuerwerk mit einem anderen Anlass zu verknüpfen“. Aktuell würden in den Gremien verschiedene Möglichkeiten und Konzepte rund um den Mantelsonntag und Fanfaren Flammen Feuerwerk diskutiert.

Darüber diskutieren möchte auch die CDU-Fraktion. Sie beantragt zur nächsten Ratssitzung am 12. Juni, dass der Rat „vollumfänglich und öffentlich über die Gründe der geplanten/beschlossenen Streichung von Fanfaren Flammen Feuerwerk“ informiert wird. Eine Vorstellung oder Diskussion des Themas habe es in der Kommunalpolitik bislang nicht gegeben. Anschließend könne im Fachausschuss diskutiert werden, ob und unter welchen Bedingungen „FFF“ oder eine Ersatzveranstaltung weitergeführt oder etabliert werden könne. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Thomas Vortkamp schreibt in dem Antrag: „Die ersatzlose Streichung eines solchen Events muss immer das letzte der zu wählenden Mittel sein und sollte in diesem Fall unbedingt vermieden werden.“

„Diskussion positiv“

Zum Antrag der CDU-Fraktion erklärt Karola Voß: „Als Bürgermeisterin und Mitglied des Gesellschafterausschusses sehe ich die Diskussion positiv, da es immer auch mein Anliegen ist, attraktive Veranstaltungen für Ahaus anzubieten.“ Über die Zukunft von Fanfaren Flammen Feuerwerk berät der Gesellschafterausschuss von AMT in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 21. Juni.

Fanfaren Flammen Feuerwerk gibt es in Ahaus seit 1951. Über die erste Auflage heißt es in der Vereinschronik der Städtischen Kapelle Ahaus: „Eine solche Menschenmenge hat der Schlosspark noch nicht gesehen. 5000 Personen und mehr waren es, die am Sonntagabend dem großen Ereignis bewohnten. Die Kreisstadt hat mit diesem Ereignis auch außerhalb des Kreises neue Freunde erworben. Aus allen Richtungen waren sie gekommen. Man sah Autobusse aus Dülmen, Coesfeld und Burgsteinfurt. Ein Sonderzug war aus Stadtlohn gekommen und Privatwagen sah man von weit her.“