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Eichenprozessionsspinner auch in Ahaus

Stadt ergreift Maßnahmen gegen haarige Raupen

Ahaus. Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in der Region aus. Die Stadt will kein Risiko eingehen und hat vorbeugende Maßnahmen ergriffen.

Stadt ergreift Maßnahmen gegen haarige Raupen

Ein vom Eichenprozessionsspinner befallener Baum an der Von-Martels-Straße in Ahaus. Foto: Stadt Ahaus

Er ist wieder da: „Aktuell können wir ein vermehrtes Aufkommen von Eichenprozessionsspinnern feststellen“, heißt es in einer am Montag erteilten schriftlichen Auskunft der Stadtverwaltung auf Anfrage der Münsterland Zeitung. In den vergangenen Jahren wurde der Eichenprozessionsspinner vor allem im südwestlichen Teil des Kreises Borken gesichtet (Isselburg, Bocholt Rhede). „Der Stadtverwaltung liegen bisher 16 Einzelfallmeldungen vor“, berichtete Marc Frieler aus dem Büro der Bürgermeisterin über in diesem Jahr schon gesichtete Vorkommen in Ahaus. Da die Meldungen aber zum Teil mehrere Bäume betreffen, kann die Verwaltung zur konkreten Anzahl der befallenen Bäume keine Angaben machen. Aktuell laufe eine Bestandsaufnahme.

Fachunternehmen

Die Stellen, die 2017 schwerpunktmäßig befallen waren, seien prophylaktisch behandelt worden, hieß es aus dem Büro der Bürgermeisterin. Marc Frieler: „Ein von der Stadt beauftragtes Fachunternehmen begann schon im April mit der vorbeugenden Behandlung der Bäume, ganz besonders im Bereich von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen und stark frequentierten Stellen wie Radwegen und Gehwegen.“ Dabei seien die Baumkronen präventiv mit speziellen Pflanzenschutzmitteln behandelt worden.

Die Stadt will kein Risiko an Plätzen eingehen, wo sich Mensch und Raupe ohne Zweifel zu nahe kommen könnten. Schon in den vergangenen Jahren hatte ein Unternehmen im Auftrag der Stadtverwaltung Eichen im sogenannten Hochdruckverfahren mit einem biologischen Insektizid besprüht. Das für den Menschen ungefährliche Gift soll die Raupen abtöten, bevor diese die gefährlichen Gifthaare entwickeln. Wer in Ahaus einen befallenen Baum entdeckt, kann sich beim Fachbereich Sicherheit und Ordnung oder online über das Anliegenportal „Sag’s uns“ melden. Das war zuletzt Ende vergangener Woche der Fall. Auf der städtischen Internet-Plattform wurde das Foto eines befallenen Baums an der Von-Martels-Straße hochgeladen. Das Ordnungsamt hat die Meldung an den Baubetriebshof weitergeleitet.

Der Eichenprozessionsspinner ist ein eher unscheinbarer, graubrauner Nachtfalter, der für Menschen eine Gefahr darstellen kann. Zwar ist der Schmetterling an sich harmlos, doch ab einem bestimmten Larvenstadium bilden die Raupen eine Vielzahl sehr feiner Haare aus, die mit einem Nesselgift besetzt sind.

Die mit Widerhaken versehenen Haare lösen aufgrund des enthaltenen Nesselgiftes unmittelbar nach Berührung allergische Reaktionen beim Menschen hervor. Die Beschwerden reichen von heftigen juckenden Hautausschlägen bis hin zu Asthmaanfällen.

Gespinste nicht abflammen

Wenn Sie unbeabsichtigt in die Nähe befallener Bäume kamen: Duschen Sie, waschen Sie gründlich Ihre Haare und auch die Kleidung.

Entfernen Sie Gespinste im Garten nicht selbst, sondern beauftragen Sie einen staatlich anerkannten Schädlingsbekämpfer oder entsprechend ausgerüsteten Baumpfleger.

Die Gespinste nicht abflammen oder abspritzen – dabei werden die Gifthaare nur noch mehr aufgewirbelt und verbreitet.

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