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Hundekot in Ahaus sorgt für Ärger

Schülergruppe schreibt Brief an die Bürgermeisterin

Ahaus. 27 Hundehaufen zählte eine Schülergruppe aus Epe auf dem Weg vom Ahauser Bahnhof zum Schulmuseum am Schloss. Dabei ist klar geregelt, wer für die Beseitigung des Hundekots zuständig ist.

Schülergruppe schreibt Brief an die Bürgermeisterin

Er ist fast überall anzutreffen: vor der Haustür, auf Gehwegen, in der Fußgängerzone, auf öffentlichen Grünflächen. Die Rede ist von Hundekot. Die tierischen Hinterlassenschaften sorgen immer wieder für Ärger. Zuletzt bei den Schülern der Klassen 3a und 3b der Bernhard-Overberg-Schule in Epe. Die Schüler waren auf dem Weg zum Ahauser Schulmuseum. Auf ihrem Weg vom Bahnhof zum Museum zählten sie insgesamt 27 Hundehaufen, die von Hundehaltern achtlos liegengelassen wurden.

„Der Weg war sehr ekelig“

Die Grundschüler ärgerten sich so sehr über den Hundekot auf und am Gehweg, dass sie Bürgermeisterin Karola Voß einen Brief schickten, ihr die Situation schilderten und diese mit selbst gemalten Bildern verdeutlichten. „Leider konnten wir nur sehr vorsichtig laufen, da der Weg sehr ekelig war. Überall lagen Hundehaufen“ heißt es in dem Brief an die Bürgermeisterin. Karola Voß schickte den Schülern ein Antwortschreiben und erklärte ihnen die Problematik und die Regelungen, die es dazu gibt. Karola Voß: „Ich kann die Kinder sehr gut verstehen. Das ist wirklich kein schöner erster Eindruck von Ahaus und äußerst ärgerlich.“ Denn Hundekot sei in der ganzen Stadt ein Thema.

Laufende Kontrollen nicht möglich

Dabei ist es ganz einfach: Hundehalter sind dazu verpflichtet, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner aufzunehmen und zu entsorgen – so schreibt es das Gesetz vor. Wer die gesetzlichen Regelungen nicht beachtet, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße von bis zu 150 Euro geahndet werden kann. Im vergangenen Jahr wurden in Ahaus gerade einmal fünf solcher Geldbußen verhängt. Wobei die Stadtverwaltung auf Hinweise aus der Bevölkerung reagiert. Im Jahr 2017 äußerten rund 50 Bürger ihren Unmut über die Hinterlassenschaften von Vierbeinern. „Diesen Beschwerden sind wir umgehend nachgegangen“, erklärte Thorsten Giebel vom Büro der Bürgermeisterin am Donnerstag auf Anfrage. Für „laufende Kontrollen“ stehen allerdings keine personellen Kapazitäten zur Verfügung.

Appell an das Verantwortungsbewusstsein

Darum appelliert die Stadtverwaltung an das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter und daran, im Interesse einer sauberen Stadt Plastiktüten zu nutzen und den Hundekot der Vierbeiner direkt mitzunehmen. Um den Hundebesitzern diese Arbeit zu erleichtern, hat die Stadt im ganzen Stadtgebiet 30 Spender für Hundekotbeutel aufgestellt. Aus den Boxen können kostenlose Plastiktüten zur Beseitigung von Hundekot gezogen werden – und die Ahauser Hundehalter machen reichlich Gebrauch davon.

Aktuell sind in Ahaus 3475 Hunde registriert. „Pro Jahr werden rund 500.000 Hundekotbeutel herausgegeben und verbraucht“, hat Thorsten Giebel Daten parat. Um das Nachfüllen der Spender kümmert sich ein sogenannter Pate. Die Beutel – Einkaufspreis acht Cent – kann er zum Beispiel beim Bürgerservice der Stadt abholen. Die Plastiktüten werden außerdem an vielen weiteren Stellen an die Hundehalter ausgegeben.

Doch längst nicht alle Beutel landen gefüllt in Mülleimern. Mancher Zeitgenosse sammelt den Kot seines Hundes erst im Beutel – und wirft diesen dann achtlos in die Natur. Thorsten Giebel: „Auch in Ahaus gibt es dazu vereinzelt Beschwerden.“

Das Problem mit den „Wegwerfbeuteln“ gibt es aber nicht nur in Ahaus, sondern zum Beispiel auch in Münster. Um die Hemmschwelle zu vergrößern, stellte die Stadt dort von grauen auf rote Beutel um. Andere Städte setzen auf biologisch abbaubare Beutel.

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