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Arbeitslosenzahlen in Ahaus

Schließung einer Flüchtlingsunterkunft macht sich bemerkbar

AHAUS/KREIS. Die Kommunen im Kreis Borken freuen sich über eine Quote bei den Langzeitarbeitslosen, die sich nach weiteren Rückgängen auf einem historischen Tiefststand bewegt. Lediglich für eine Stadt trifft das nur bedingt zu.

Schließung einer Flüchtlingsunterkunft macht sich bemerkbar

Foto: picture-alliance/ dpa

Die Stadt Ahaus ist die einzige Kommune im gesamten Kreis Borken, in der die Zahl der Arbeitslosen zum Jahresende 2017 höher war als im Vorjahr. Alle anderen Städte und Gemeinde standen da von der Tendenz her besser da – obwohl Ahaus Ende Dezember im Vergleich zum Vormonat ebenfalls einen Rückgang zu verzeichnen hatte.

In Zahlen: Ende 2017 waren in Ahaus 652 Menschen arbeitslos gemeldet (Vorjahr: 628). Das entspricht einer Zunahme um 24 Personen oder 3,8 Prozent. Allerdings: Im Vergleich zum Vormonat November mit 665 Arbeitslosen sank auch in Ahaus deren Zahl – um 13 Personen oder 2,0 Prozent.

Entscheidend aber ist die Entwicklung bei den Langzeitarbeitslosen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch („Hartz-IV“-Empfänger): Ihre Anzahl hatte vor einem Jahr mit 292 Betroffenen einen Tiefstand erreicht, um bis Ende November 2017 auf 388 hochzuschnellen und zuletzt wieder leicht zu sinken auf 377 Personen.

Schließung einer Flüchtlingsunterkunft macht sich bemerkbar

Während in Ahaus die Zahl der Arbeitslosen im Jahresvergleich anstieg, war das in allen anderen Kommunen nicht der Fall. Aber dieser Effekt findet eine plausible Erklärung, die mit der Schließung der Flüchtlingsunterkunft im Fleehook zu tun hat. Grafik: Nina Dittgen

Diese heftigen Schwankungen erklären sich durch die bis zum Sommer vergangenen Jahres betriebene Flüchtlingsunterkunft im Fleehook, in der bis zu 300 Personen untergebracht waren, die voll auf die Zuweisungsquote in Ahaus angerechnet werden konnten. Nach Schließung dieser Unterkunft und der Zuweisung anderer Asylbewerber, die überwiegend anerkannt waren, änderte sich die Situation, denn anerkannte Asylbewerber – ob vorher mit oder ohne Arbeit – wechseln automatisch vom Asylbewerberleistungsgesetz in die Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGB II). „Daher tauchen sie nun in dieser Statistik auf“, bestätigte Fabian Wellers vom Büro der Bürgermeisterin auf Anfrage. Ohne diese Effekte wären die Zahlen für Ahaus ebenfalls insgesamt rückläufig.

Grundtendenz anders
Weiterer Beleg: Bei denjenigen Ahausern, die noch nicht länger als ein Jahr ohne Arbeit gemeldet sind, sehen die Werte auch von der Tendenz her ganz anders aus: 336 Ende Dezember 2016, 277 Ende November 2017, 275 Ende Dezember 2017 – ein kontinuierlicher, wenn auch am Ende eher minimaler Rückgang.

Von der aktuellen Arbeitslosigkeit in Ahaus sind die Gruppen der Männer (327) und Frauen (325) übrigens in etwa gleich stark betroffen.

Die Arbeitslosenquote von 2,1 Prozent im Kreis Borken kann nicht auf die einzelnen Städte und Gemeinden herunter gebrochen werden, teilt der Kreis mit.

Dazu fehle es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen.

Hilfsweise eignet sich für den Vergleich zwischen den Orten die Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren.

Diese Altersgruppe gilt nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch grundsätzlich als erwerbsfähig.

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