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Kitas solidarisch finanziert

Ahaus/Kreis Die evangelischen Kirchengemeinden wollen die Finanzierung der 24 Kindergärten in Gemeindeträgerschaft für die nächsten drei Jahre solidarisch sicherstellen.

Diesen Entschluss fasste gestern die Synode des Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken mit «deutlicher und breiter Mehrheit nach einer guten Diskussion», wie Superintendent Joachim Anicker gestern Abend mit Erleichterung feststellte. Im Vorfeld der Synode waren die Pläne, auch die Kirchengemeinden ohne Kindergarten an den Kosten zu beteiligen, auf Widerstand gestoßen.

«Verträgliches Risiko»

Zum Hintergrund: Sieben Gemeinden hatten erklärt, die Finanzierung des Trägeranteils ihrer Kindergärten - bis zu 40 000 Euro jährlich - aufgrund der rückläufigen Kirchensteuereinnahmen nicht mehr alleine schultern zu können. Daraufhin kam es zu Überlegungen, einen Personalverbund oder gar einen gemeinschaftlichen Trägerverbund für die 24 Kindergärten ins Leben zu rufen. «Doch dieser Schritt war noch nicht zustimmungsreif», so Anicker. Die Synodalen einigten sich auf eine «gekappte Selbstbeteiligung» der einzelnen Gemeinden an ihren Kindergärten. Die Spitze, so Anicker, werde für die nächsten drei Jahre gemeinsam von allen Kirchengemeinden getragen. «So haben wir das finanzielle Risiko verträglich gestaltet. 2010 werden wir überlegen müssen, wie es weitergeht.» Die Solidarität, so verhehlte Anicker nicht, sei den Gemeinden dadurch erleichtert worden, dass der allgemeine wirtschaftliche Aufschwung auch wieder mehr Kirchensteuern in die Gemeindekassen fließen lasse. In den 24 evangelischen Kindergärten in Trägerschaft der evangelischen Gemeinden betreuen rund 230 pädagogische Kräfte 1600 Kinder. Der evangelische Friedrich-Fröbel-Kindergarten in Ahaus geht in diesem Jahr von der Trägerschaft der Gemeinde in die Trägerschaft des Wittekindshofes über.

Diakonie wird Verein

Als zweiten zukunftsweisenden Beschluss der Synode hat Diakonie-Geschäftsführer Joachim Erdmann (Foto) die neue Rechtsform für die Diakonie bezeichnet. Ab 2008 wird die Diakonie, die bislang Teil des Kirchenkreises ist, ein eingetragener Verein sein. Für die 80 Mitarbeiter in den Beratungsdiensten, offenen Ganztagsschulen sowie in der Senioren und Familienarbeit ändere sich nichts, so Erdmann. Nicht mögliche Einsparungen, sondern schnellere Entscheidungswege seien der Hintergrund der Entscheidung gewesen. gro

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