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Hilfe für Straßenkinder

Ahaus Der Ahauser Guido Radtke war wieder für drei Wochen ehrenamtlich als Krankenpfleger in Sambia aktiv.

«Ich habe die Kinder im Kasisi Waisenhaus besucht, den es allen sehr gut ging und bin dann weitergefahren in die Hauptstadt Lusaka, wo ich erstmals für das neue Projekt «TinyTim and friends», für Doktor Tim Meade arbeiten wollte.» Doktor Tim ist Direktor einer Klinik und unterstützt mit dem Projekt Tiny Tim and friends, das seine Mutter vor dreieinhalb Jahren gegründet hat, verschiedene kleinere Projekte in Lusaka. Dr. Tim Meade führt kostenlose HIV-Tests in den Projekten durch, versorgt die Kinder kostenfrei mit Medikamenten - speziell auch HIV-Medikamente, die sehr teuer sind - und übernimmt die weitere medizinische Betreuung der Kinder. Ergreifende Schicksale Seine neuen Eindrücke schildert Guido Radtke so: «Auf den Straßen von Lusaka leben hunderte von Straßenkids im Alter zwischen 6 und 14 Jahren. Ich sah Kinder im Alter von acht Jahren, die Verdünnungsmittel aus einer Plastikflasche einatmeten, um sich zu berauschen. Viele Kinder bekämpfen so ihr Hungergefühl, aber was noch viel schlimmer ist, viele Kinder betäuben sich, damit sie die Schmerzen aushalten können, die ihnen von den älteren Kinder zugefügt werden, darunter fällt brutale Gewalt bis hin zum Missbrauch und Vergewaltigung. Ich habe Choose, einen zehnjährigen Jungen kennen lernen dürfen, der seit kurzer Zeit in einem Projekt Haus für Straßenkinder wohnt. Choose ist ein sehr intelligenter und lieber Junge, aber leider wurde er auf den Straßen von Lusaka von den älteren Jungen über einen längeren Zeitraum sehr stark misshandelt und dadurch wurde seine unschuldige Kinderseele so gut wie zerstört. Vertrauen gewonnen Die erste Woche schrie er Nächte lang durch. Er hatte Angst vor der Dunkelheit und fürchterliche Alpträume. Langsam bekommt er wieder Vertrauen zu anderen Menschen. In der Zeit, in der ich dort war, bekam er immer mehr Vertrauen zu mir. Am letzten Abend, als ich mich verabschieden musste, kam er zu mir und fragte mich, ob ich ihn einmal in den Arm nehmen könnte, bevor ich gehen würde. Das ging mir sehr nahe, da er sich zuvor von niemandem anfassen ließ. Chooses Schicksal ist nur eines von tausenden. Ich werde mich weiterhin für das Projekt «Tiny Tim and friends» stark machen, weil ich sehen und fühlen konnte, dass sich hier was bewegt und das die Hilfe und die Spenden zu 100 Prozent an richtiger Stelle ankommen.» www.Tinytimandfriends.org

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